Reblaus – Reblauskatastrophe – Wurzelecht

Guten Morgen,

so mancher Winzer im 19. Jhd. wünschte sich bestimmt, dass Amerika nie entdeckt worden wäre. Der Grund: Die Reblaus.

In der zweiten Hälfte des 19. Jhd. und in der ersten des 20. verbreitete sich ein Schädling aus Nordamerika, die Reblaus, in Europa und zerstörte fast alle hiesigen Weingärten. Dieses Ereignis ging als Reblauskatastrophe in die Geschichte ein.

Seither werden die meisten Weinberge mit reblausresistenten Reben aus Nordamerika bepflanzt, auf denen dann z. B. europäische Edelreben aufgepfroft werden; das nennt man Veredlung.

Collares.jpg
Collares [sic!]
Nur einige wenige Gebiete blieben von der Reblaus verschont, weil dort die Reben zum Beispiel auf Sand wachsen, was die Reblaus nicht mag. So wachsen beispielsweise in Colares (Portugal) und in Ungarn die meisten/viele Reben wurzelecht.

Ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Weinbaus. Hoffen wir, dass es nicht noch einmal zu so einer Katastrophe kommt…

Michael

7 Gedanken zu “Reblaus – Reblauskatastrophe – Wurzelecht

    1. Hallo, bei den meisten Rebsorten ist das wohl leider so… aber z. B. der Collares dürfte noch ziemlich genau so schmecken, wie vor der Reblauskatastrophe. Auch gibt es manchmal Weine von abgelegenen Weinbergen, die die Katastrophe überlebt haben, diese heißen oft „Alter Satz“ oder so…
      BG Michael

      1. Collares sagt mir nichts. Aber „Alter Satz“ das hab ich doch schon mal gehört! Dann werde ich mich mal so einen Wein versuchen zu kaufen! Danke für Deinen Rat.

        Liebe Grüße
        Christian

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