1967 – Colares – Collares – Viuva José Gomes da Silva&Filhos – Wurzelecht – Rarität

Grüß Gott,

heute gibt es eine echte Rarität!!!

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Und zwar einen Colares (oder Collares; sprich: [kuˈlaɾɨʃ]) von 1967. Zum einen ist dieser Wein fast 50 Jahre alt gewesen (viel älter als ich^^), zum anderen wächst Colares wurzelecht, das heißt, dass die Trauben an unverpfropften Weinstöcken wachsen. Dies ist seit der Reblauskatastrophe eine echte Seltenheit. Doch nahe der Stadt Colares in Sintra (Portugal) wachsen die Reben auf Sand, und das mag die Reblaus Gott sei Dank nicht.

Gekauft habe ich den Wein bei O Vinho (https://www.ovinho.de/colares/). Ach ja: Das Doppel-L ist kein Tippfehler…

COLLARES

0,65 L – Reserva Tinto – Red Wine – 11% VOL.

Viuva José Gomes da Silva&Filhos

PRODUCT OF PROTUGAL – COLLARES

Colheita de 1967

Ich ziehe den Naturkorken, der sehr klein und unten schon etwas weich ist, aus der 0,65l-Flasche [sic!], die ungewöhnlich geformt ist und eine sehr schöne blau-grün-türkise^^ Farbe hat, und rieche daren: Er riecht süßlich.

  • Die erste Stärke dieses Weines: Der Geruch im Glas.
    Es riecht sofort fruchtig, nach Holz, Kirsche, Vanille, Brombeer. Dann auch nach Leder, Heidelbeer, Waldboden, Moos. Später nach Preiselbeer, roter Grütze, Zuckerrohr, Cognac, Himbeer, Erdbeer. Und schließlich (nach noch längerem Warten) alkoholisch und nach Rinde, Zimt, Buttervanille und Zwetschge. YEAH!!!
  • Die zweite Stärke des Weines: Der Geruch über dem Glas.
    Süß, fruchtig, nach Himbeeren und Pflaume, nach Zwetschge und Hefekuchen, aber auch „grün“ und nach Löwenzahn. Schließlich noch nach Bonbon und Sauerkirsch.
  • Und nun der Schock: Bei einem solchen Duft hätte ich nicht mit diesem Geschmack gerechnet:
    Starke Säure, sauer, viele, holzige Tannine, ein wenig süßlich, nach unreifen Zwetschgen, Preiselbeeren, „wie wenn man auf ein Stück Holz beißt“ und „ölig“
  • Die dritte Stärke: Der Abgang.
    Sehr-sehr-extrem lang, metallisch, nach Preiselbeeren, süß, nach Hefegebäck, nach Zwetschgenkuchen auf Hefeteig, Zwetschgendatschi, „voll gut“ 🙂 , Gewürze, Zimt
    Der Abgang schafft es, den Geruch (süß und fruchtig) und den Geschmack (sauer und holzig) zu verbinden – erstaunlich…
  • Riecht man durch den Mund findet man:
    Säure, Tannine, unreife Kirschen, Kirschen und Sauerkirschen.

Der Wein ist klar, bildet viele, langsame Tropfen, die in großen Schlieren runde Bögen formen, und hat in der Mitte eine dunkel-rot-braune, eher dumpfe/nicht-strahlende Farbe, die am Rand stark ins orange (fast beige) geht.

*Wow* Ja, was soll ich da noch groß sagen? 

Die Zeit flieht stetig.
Die Flasche fängt ein Stückchen:
Wie ein‘ Geist. Schon weg!

Michael

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