PIANDACCOLI COSMUS 2012 CHIANTI RISERVA D.O.C.G.

Grüß Gott,

heute trinken wir einen Chianti! Chianti bezeichnet einen Rotwein aus der Toskana, der überwiegend aus Sangiovese gekeltert wird.

Chianti.jpg
Chianti Riserva

DOCG

PIANDACCOLI COSMUS 2012 CIANTI RISERVA

DENOMINAZIONE DI ORIGINE
CONTROLLATA E GARANTITA

750ml PRODOTTO IN ITALIA 14% vol
HAND PICKED

www.piandaccoli.it

Gekauft bei VINO E CAMINO.

Ich ziehe den Presskork, der süßlich nach Tortenguss riecht aus der olivgrünen Burgunderflasche (kein Fiasco 😉 ), in der sich relativ viel Weinstein sammelt. Nach dem Einschenken und Schwenken läuft der klare Wein mit sehr langsamen Tropfen und viele Bögen bildend nach unten; gleichsam in einen dunkel-kirschroten See, der am Rand ins bräunliche geht.

Piandaccoli Cosmus Chianti Riserva
Piandaccoli Cosmus Chianti Riserva DOCG 2012

Im Glas rieche ich Kirsche, Amarenakirsche, Saftkirschen. Ja, Kirsch ist der dominierende Geruch dieses Weines. Es kommen aber noch andere Noten dazu: Leder & Rum, Kakao & Schokolade, Vanille & Rosen, Preiselbeeren  & Walderdbeeren & Heidelbeeren, Pflaume & Zwetschge, Kräuter & Sternanis.

Über dem Glas finden sich Kirsche (schon wieder 😉 ), Erde, Erdbeeren, Walderdbeeren, überreife Bananen, Kirschkuchen^^, Blutorange, Karotte (Ja!), Harz, Zimt und warmes, altes Holz.

Schließlich nehme ich einen ordentlichen Schluck in den Mund und schmecke Tanine, bitterlich, angenehme Säure. Mit der Zeit, wenn sich meine Zunge an die Tanine gewöhnt hat, denke ich an Kirsche, Preiselbeere, Leder, Metall, Herbe, Rinde, Kakao, Schokolade. Beim riechen durch den Mund finden sich Tanine, Alkohol (14% vol merkt man halt) und Orangensaft.

Das zweite Glas erwärme ich relativ lange in der Hand – fast wie einen Weinbrand. Und die Gerüche und Geschmäcker wandeln sich (ein wenig). Im Glas sind nun Orangenschale, Nelke, Kirsche, Orange, Zimt und Heidelbeere. Über dem Glas Honig, Walderdbeeren, Himbeermarmelade, Pflaume, Vanille, schwarzer Tee. Vor allem über dem Glas nimmt mit der Temperatur des Chiantis auch dessen Komplexität zu.

Beim Geschmack verhält es sich ähnlich: Die im kühlen Zustand eher holzigen und „die Zunge belegenden“ Tanine sind nun viel weniger deutlich und werden dafür viel mehr zu bitterlichen Geschmacksnoten wie Kakao. Auch ist der Wein „süßer“ auf der Zungenspitze und fruchtiger: Kirschsaft, Honig, Walderdbeeren.

Der Abgang ist lang und schmeckt nach Granatapfel, Metall, Radicchio, Radieschen, Chicoree, Kakao, Blaubeeren und Orangenschale.

Ich denke, dass dieser Wein ein hohes Lagerungspotential hat und mit den nächsten Jahren – wenn sich die Tanine abbauen – deutlich an Komplexität gewinnt. Auch wenn dann vermutlich die Fruchtigkeit etwas zurückgehen wird…

Beste Grüße

Michael

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