Aglianico del Vulture DOC Grifalco 2011

Guten Abend,

heute verkosten wir einen Rotwein aus der Rebsorte Aglianico, einer sehr alten Rotweinsorte, die vor über 2.500 Jahren von den Griechen unter dem Namen „vitis hellenica“ nach Süditalien gebracht wurde. Auch heute wird sie vor allem dort, um genau zu sein in der Basilikata und in Kampanien, angebaut, wo sie zu den besten Rebsorten der Region gezählt wird. Daneben wird sie zum Beispiel auch in Argentinien und in Kalifornien kultiviert. Der Wein der heutigen Verkostung kommt jedoch – ganz klassisch – aus der Basilikata und zwar von Grifalco in Venosa (Potenza).

Grifalco
Grifalco

GRIFALCO
AGLIANICO DEL VULTURE
DENOMINAZIONE DI ORIGINE CONTROLLATA

Imbottigliato da Az. Agr. Grifalco s.r.l.
Venosa (PZ) – Italia
grifalcodellalucania@email.it

CONTIENE SOLFITI
PRODOTTO IN ITALIA

14% alc./vol. 2011 750ml<e>

Gekauft bei VINO E CAMINO.

Blindverkostet im „Spiegelau Blind Tasting Authentis„-Glas.

Der Korken riecht säuerlich nach Holz und Kork. Holz findet sich auch im Glas, mehr jedoch Kirschen, rote und schwarze Johannisbeeren, Blumen, Brombeeren, eingemachte Blaubeeren, Preiselbeermarmelade, Schlehen und andere, unreife Früchte. Daneben aber auch Alkohol, Tannine, warme Backsteine, Kräuter, frisch gesägtes Holz und eine gewisse Schärfe. Auch über dem Glas passen die Aromen in dieses Bild: Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Rhabarber, Erdbeeren, Kirschen, Leder, grün, frisch gesägtes Holz, Heidelbeeren und Birne. Diese Kombination lässt schon eine gewisse Vorahnung zu, was einem beim Geschmack erwartet – allerdings ist sie, die Vorahnung, da dann doch zu schwach, denn der Geschmack wird echt heftig!

Im Mund dann: Sauer, bitter, herb, Tannine, Holz, Pech (wie bei gepichten Fässern), Metall, grüne Walnüsse, grüne, unreife Zwetschgen. Dann doch noch ein wenig Frucht: Brombeere und Schlehenwein. Der Abgang ist lang, bitterlich, säuerlich und herb und schmeckt nach Traubenkernen, Metall, Brombeeren, Kirschen und Tanninen. Auch beim Durchdenmundriechen finde ich Metall, Alkohol, Leder, Traubenschalen, Schlehen und eine bittere Note.

Grifalco
Grifalco

Jetzt im „normalen“, das heißt durchsichtigen Glas:

Der Wein ist klar und sehr dunkel – ich denke zumindest, dass der Wein klar ist, denn so dunkel wie er ist, sehe ich das nicht richtig^^ -, zieht viele, schöne Schlieren, die große, runde Bögen bilden und ganz langsam ins Glas zurück rinnen, und farblich von Schwarz über schwarzkirschfarben ins Kirschfarbene.

Zusammengefasst hätte ich diesen Wein lieber noch ein paar Jahre im Keller lassen sollen. Potential dazu hat er!

Ade!

Michael

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s