Riesling trocken Deutscher Sekt b.A. Pfalz Herrenbergerhof

Grüß Gott,

bringt mir den Sekt!

Mit dieser oder einer ähnlichen Wortverwechslung – „Sekt“ klingt wie „sec“, was als Bezeichnung für trockenen Sherry verwendet wurde – entstand in Berlin das deutsche Wort „Sekt“. Heute trinken wir aber keinen Sherry, sondern einen Sekt, und zwar einen trockenen Rieslingsekt aus der Pfalz:

Riesling trocken
Deutscher Sekt b.A. Pfalz
0,75 l Enthält Sulfite 12,5%vol.

Herrenbergerhof
Kerth-Hüther
D-76831 Birkweiler, Südliche Weinstraße

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Mit einem lauten Knall kommt mir der Pressundnaturkorken entgegen und einen Moment habe ich Angst, dass sich der Sekt schäumend über das weiße Damasttischtuch ergießt. Mit viel Kraft drücke ich den Korken, der, wie ich später feststellen sollte, leicht holzig riecht, auf die Flasche und warte, bis der Druck sich langsam zischend abbaut. Nur einige wenige Tropfen rinnen am Hals der Flasche entlang.

Ich schenke schwungvoll ein und wallend schäumt der Sekt im Glas empor. Das klare, hellgrüngelbe Rebenblut durchzieht eine mittelfeine Perlage, welche eine leichte Mousse und einen schönen Perlenkranz bildet. Wenige dünne Schlieren rinnen an der Innenseite des Glases, in welche ich sodann voller Erwartung meine Nase versenke, herab.

Rieslingsekt aus der Pfalz
Rieslingsekt aus der Pfalz

Ich sehe einen Früchtekorb gefüllt mit Birnen und Stachelbeeren, Rhabarber und Aprikosen. Aber ich rieche auch Hefe und denke dabei etwas abwegig an Käse- und Butterstreuselkuchen. Über dem Glas nehme ich ein Kontinuum, beginnend bei Birne und überreifem Apfel, über Rhabarberkuchen gehend bis hin zu frisch gebackenem Rührkuchen wahr.

Ich setze das Glas an meine Lippen und trinke einen Schluck des nach Limette, Passionsfrucht und Apfel schmeckenden Rebensaftes. Nachdem der mittelkurze, apfelige Abgang verklungen ist, nehme ich einen weiteren Schluck zum Schlürfen, bei dem erneut Limette und diesmal ein sehr grüner Apfel zum Vorschein treten, in den Mund.

Wunderbar passt dieser Sekt an einem stürmischen Herbstabend zu einem Bauernbrot mit Angusrinderleberwurst.

Gute Nacht!

Michael

(Auf die Behauptung hin, ich hätte wohl selbst schon zu viel dieses schäumenden Weines genossen, als ich diese Zeile schrieb, sage nur „Gerede, alles Gerede“, grinse und weiß es besser!)

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