Der Böckser – Ein Weinfehler

Was ist ein Böckser?

Der sogenannte Böckser ist ein Weinfehler, der verschieden riechen kann. Ein Wein mit (einem ausgeprägten) Böckser fällt normalerweise durch eine Qualitätsprüfung. Der Böckser rührt immer von schwefelhaltigen Verbindungen her.

Der „klassische“ Schwefelwasserstoffböckser riecht wie faule Eier. Der nicht so schlimme Mercaptan- oder Lagerböckser (der auftreten kann, wenn die Weine schon auf die Flaschen gezogen sind) riecht eher nach gekochtem Kohl oder verschmortem Gummi. Leichtere Fehltöne sind grüner Spargel, Zwiebel und Knoblauch.

Man weiß heute von vielen Weinbau- und Kellertechniken, wie sie sich auf die Möglichkeit eines Böcksers auswirken. So ist eine übermäßige Maische- oder Mostschwefelung böckserfördernd. Eine Klärung, sowie der Einsatz von Gärsalzen mindern die Böckserwahrscheinlichkeit. Leichten Böcksern kann der Winzer durch Belüftung Herr werden. Mittelstarke Böckser bedürfen einer Kupfersulfatbehandlung, welche wiederum eine Kupfertrübung verursachen kann. Der Kupfertrübung kann, wenn überhaupt, mit einer Blauschönung begegnet werden. Bei starken Böcksern ist die Qualität des Weines wohl nicht mehr zu retten…

Ziegenbock
Ziegenbock

Ich hoffe, dass Sie nie einen Wein mit Böckser erwischen!

Michael

 

2 Gedanken zu “Der Böckser – Ein Weinfehler

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s