Eine Seltenheit aus der Champagne: Champagner 4 Cépages Brut

Grüß Gott,

wie sowohl Champagnerkenner als auch die aufmerksamen Follower meines Blogs wissen, werden die allermeisten Champagner aus den Rebsorten

  • Schwarzriesling
  • Chardonnay
  • Spätburgunder

gekeltert. Wie in einem früheren Beitrag beschrieben, gibt es aber auch Ausnahmen – DIESE MAG ICH SEHR^^ und genau so eine wollen wir heute probieren! Auch wenn weder Arbane noch Petit Meslier vertreten sind, so ist aber doch Weißburgunder in dieser halben Flasche.

Der Press-Naturkorkmix, der mit einigem Druck die Flasche verlassen wollte, riecht intensiv nach Hefe und frische Weintrauben und vielleicht auch nach Apfel/Cidre. Beim Einschenken schäumt der Champagner schön gleichmäßig auf und zeigt ganz viele kleine Perlen, die Schnüre bilden und an der Glasinnenseite hängen. Der Schaumwein ist klar, hell beige-gelb und läuft beim Schwenken in dicken Schlieren zurück ins Glas.

B
CHAMPAGNE
Robert Barbichon
à Guyé-sur-Seine

réserve 4 cépages
Brut

Produit de France | Élaboré par EARL BARBICHON-PRELAT
375 ml | 12%vol.

70% Pinot Noir – 10% Pinot Meunier – 10% Pinot Blanc – 10% Chardonnay
Tirage du: 23/06/2011
Dégorgé le: 12/05/2014
Dosage: 09 g/l
Vin issu de raisins de l’Agriculture Biologique

Im Glas rieche ich Hefe(teig), Zwetschgen(maische), Zuckerrübensirup. Zusammen ergibt dies ein tief-ledrig-erdiges Aroma, dazu mischen sich Zitronat und Orangeat, Weinbeeren/Rosinen und Rum (aber nicht alkoholscharf), eventuell kommen noch Mandeln, Honig und Andenbeeren hinzu. Das alles erinnert mich ans Stollenbacken, Brombeerkuchen (also an die gebackene Früchte), vielleicht sogar an Erdbeerlimes/Pflaumenlikör/Madeirawein. Wenn der Champagner nicht mehr ganz kühlschrankkalt ist, kommt noch ein Aroma von Vanillefudge und frischem Hefeteig mit Zwetschgenwasser (wie beim Krapfenbacken) hinzu. Und später noch Birne.

Über dem Glas kommt mir zuerst ein Aroma von Teig, Kuchen und gebackenen Früchten (Brombeerkuchen) entgegen. Hier mischen sich aber ein paar fruchtigere Aromen ins Bukett: Andenbeeren und Limoncello. Zusammen riecht der Champagner jetzt blumig nach Grappa (aber wieder nicht nach dem Alkohol), natürlich auch nach Hefe. Dazu kommen dann später noch Sharonfrucht, Blumen, Whiskeyfudge. Und ganz am Schluss (über)reife Bananen, überreife Ananas und Birne.

Im Mund ist der Qualitätsschaumwein sehr prickelnd, weich & mild, rund & harmonisch und schmeckt nach süßer Zitrone. Auch der lange Abgang prickelt. Er schmeckt nach Hefe, frisch gebackenem Hefeteig, süßer Zitrone, Grapefruit, Kuchen und Toffees. Zu guter Letzt kommen auch beim Sprudeln noch einmal Hefe, Rum und Zitrone (mit ihrer ganz eigenen Fruchtigkeit) voll heraus.

Wahrlich ein Genuss … 

Michael

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