Lagrein dunkel Trentino DOC

Grüß Gott (hierzulande gesprochen: „Grüüs Good“),

nachdem ich Ihnen neulich den ersten (von drei) Weinen, die ich von meiner Reise nach Alba di Canazei, wo es im Übrigen sehr schön ist, vorgestellt habe, kommt heute der zweite: ein Lagrein. Diese eher aus Südtirol bekannte Rebsorte wird auch im Trentino angebaut und ist da wie dort sehr gerbstoffhaltig.

Der Presskorken, der die Burgunderflasche verschlossen hat, riecht nach Pflaumenmus und Holz.

MASTRI VERNACOLI
Lagrein dunkel
ITALIA
2015

Cantina Viticoltori Trentino CAVIT Trento
Denominazione di Origine Controllata
12,5% vol 75cle enthält Sulfite

Der gleichmäßig brombeerrote, klare Wein, der beim Schwenken viele, dicke Schlieren zieht, riecht im Glas nach Kirsche und Alkohol sowie etwas scharf nach Früchtetee. Über dem Glas wird er fruchtiger: Kirsche, Zwetschge, eingemachte Heidelbeeren. Hier kommen Holz und Tannine hinzu – die zu einem Lagrein gehören. Im Mund sind diese dann dominant. Der Wein wirkt metallisch bitterlich, hat eine merkliche Säure und ist leicht, flüssig auf der Zunge. Er schmeckt nach Schlehen und Holz. Wenn ich Luft durch den Mund und den Wein sprudeln lasse und durch die Nase ausatme, rieche ich Schlehen und Alkohol – zusammen wie Sloe-Gin. Auch zum langen, metallischen Abgang passt der Sloe-Gin-Vergleich ziemlich gut: Schlehen und Kräuter wie Wacholder, aus dem ja Gin gemacht wird. Dazu mischt sich später noch ein Geschmack von Brombeere.

Viele Grüße

Michael

Lagrein dunkel Trentino DOC
Lagrein dunkel Trentino DOC

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