Frühburgunder von der Nahe 2.0

In diesem Gastbeitrag darf ich euch einen Wein vorstellen, den Michael schon einmal verkostet hat, einen Frühburgunder von der Nahe (hier ist Michaels Artikel dazu). Ich hatte kürzlich die Möglichkeit, diesen Wein noch einmal zu trinken und möchte meine Eindrücke nun mit euch teilen.

Die Flasche ist mit einem praktischen Schraubverschluss versehen, sodass der Wein schnell eingeschenkt ist. Halte ich das Glas vor eine weiße Oberfläche, kann ich erkennen, dass der Wein klar und von intensiv kastanienroter Farbe ist.

Frühburgunder von der Nahe
Frühburgunder von der Nahe

Ich schwenke den Wein etwas und schnuppere dann ins Glas hinein. Dabei bemerke ich vor allem fruchtige Aromen von Johannisbeeren, Brombeeren und Schlehen, aber auch herbe Noten wie von Leder und Holz. Über dem Glas entfalten sich ähnliche Düfte: Zu den eben genannten Waldbeeren (Johannisbeere, Brombeere, Schlehe) gesellen sich nun aber unverkennbar Kirschen hinzu; ich muss an Schattenmorellen aus dem Glas denken. Außerdem auch an den säuerlich-prickelnden Geschmack von Granatäpfeln.

Ich nehme einen großzügigen Schluck des Frühburgunders in den Mund und stelle gleich fest, wie weich und ausgewogen der Wein dort ist. Er scheint eher wenige Tannine zu besitzen und kommt leicht und sehr fruchtig nach Kirschen schmeckend daher. Der Abgang ist mittellang und leicht herb, was mich wieder an Holz und Schlehen denken lässt. Ein wenig auch an feste (also nicht sehr süße) Zwetschgen. Mit der Zeit klingen die herberen Aromen ab und es treten wieder Kirschen zutage. Sprudle ich den Wein etwas im Mund und atme durch die Nase aus, bemerke ich Alkohol, so in Richtung Zwetschgenwasser, und erneut Kirschen.

Insgesamt ein weicher, beerig-fruchtiger Rotwein, der durch die leichte Herbe ein rundes Bild abgibt – für kalte Temperaturen genau richtig!

Schmidt-Kunz 16 01
2013 Frühburgunder -S-
Rotwein Trocken
Nahe
Deutscher Qualitätswein – Enthält Sulfite – Gutsabfüllung
Weingut Schmidt-Kunz
D-55452 Windesheim
13% vol – NAHE – 0,75 l

Viele Grüße

Michaela