Vorweihnachtliches Päckchen von Ilonka Scheuring aus Margetshöchheim und die Frage: „Was ist Strohwein?“

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen vierten Advent 🕯🕯🕯🕯,

neulich habe ich in meiner Rolle als Weinblogger ein kleines, wabenförmiges Päckchen zugesandt bekommen, in dem kein Wein war … sondern eine kleine, liebevoll gestaltete Überraschung, die mich sehr neugierig auf ein neues Projekt von Winzerin Ilonka Scheuring aus Margetshöchheim, von welcher ich auch das Päckchen bekommen habe, gemacht hat. Ich würde ja fast schätzen, dass das genau der Sinn der kleinen Sendung war ;-) An dieser Stelle bedanke ich mich für das Päckchen und die darin enthaltenen Weinbeeren sehr herzlich bei Ilonka Scheuring!

Ich zeige Ihnen am besten erst einmal die Bilder der Überraschung und verliere dann ein paar Worte darüber, worum es mutmaßlich geht …

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Der „Dry Aged Scheu“ ist wohl ein Wein, vielleicht eine Scheurebe, die man als Strohwein bezeichnen würde, wäre dieser Begriff nicht durch Österreich und Italien geschützt. Aber der Reihe nach: Strohwein, Schilfwein, vin de paille, passito sind Bezeichnungen für Weine, aus Trauben oder Beeren, die nach der Lese zuerst angetrocknet werden, sodass sie teilrosiniert sind. Das passiert zum Beispiel auf Stroh, Schilf oder Holzgestellen. Durch dieses Verfahren entstehen im Normalfall schwere, lagerfähige, meist edelsüße Weine. In Deutschland war die Produktion von Strohwein seit 1971 durch das Weingesetz verboten, seit 2009 ist sie durch die EU-Weinmarktverordnung jedoch wieder erlaubt. Allerdings ist der Begriff „Strohwein“, wie gesagt, durch Österreich und Italien geschützt (auch wenn man in Österreich öfters auch die Bezeichnung Schilfwein benützt). Deshalb sind deutsche Winzer zu kreativen Namen gezwungen, z. B. eben Dry Aged Scheu :-)

Und auf diese Dry Aged Scheu freue ich mich schon richtig!!

Ich wünsche Ihnen, wenn es ja dann bald so weit ist, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Michael 🦌