Champagne Veuve Moreaux® Brut

Guten Tag,

heute ist der 30. Dezember 2018, das heißt, morgen ist der letzte Tag dieses Jahres, der zu Ehren des heiligen Papstes Silvester I. nach ebendiesem benannt wurde. Es gibt die verschiedensten Bräuche und Traditionen an diesem Jahresendtag, von Böllern und Feuerwerk, Bleigießen und Dinner for one-Schauen über den Jahresabschlussgottesdienst bis hin zu den kulinarischen Besonderheiten wie Silvesterkrapfen, Fondue, Raclette, Schaschlik und Zwiebelsuppe und natürlich das Anstoßen mit einer guten Flasche Schaumwein um Mitternacht, damit man gut ins neue Jahr rutscht. Ob es nun Sekt, Cava, Cremant, Krimsekt oder Champagner wird … darüber könnte man lange diskutieren. Sei’s wie’s sei, ich stelle Ihnen heute bewusst einen Champagner vor, den ich bei einem Discounter, genauer bei NORMA, gekauft habe, da – wie ich denke – wohl so einige überlegen, ob der im Vergleich zu anderen anstoßgeeigneten Getränken relativ höhere Preis für die Begrüßung des neuen Jahres und den Abschied des alten gerechtfertigt ist. Wie üblich gebe ich keine Empfehlung zum Kauf oder Nicht-Kauf und auch keine Punkte oder ähnliches. Ich beschreibe, wie ich den Champagner wahrnehme und Sie entscheiden selbst, ob er Ihnen zusagt.

Ich entferne die aus Draht bestehende Haltevorrichtung, die den Press- Naturkork-Mix mit einem kleinen Metallkäppchen in der Flasche hält und die in Fachkreisen Agraffe genannt wird, und ziehe bzw. drehe leicht am Korken. Mit einem genau richtigen Druck ploppt dieser aus dem Hals der Flasche, sodass ich ihn halten kann und er nicht wie wild durch das Zimmer fliegt. An dieser Stelle sei mir der Warnhinweis erlaubt, dass Sie niemals den Daumen auf dem Korken halten sollten, da, wenn der Druck sehr groß ist, dies am Gelenk wirklich wehtun kann. Und natürlich sollten Sie auch immer sicher sein, dass der Korken – wenn er denn doch fliegen sollte, was nicht zu beabsichtigen ist – freie Schussbahn hat und nicht etwa die Gläser, ein Auge oder etwas anderes Empfindliches im Wege ist. Zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrags … Ich rieche am Korken und erschnuppere Apfel und Pflaume. 

Ich schenke mir sodann in mein Champagnerglas ein und sehe sehr viele feine Bläschen, die langanhaltend durch den Schaumwein schnüren und Perlenkranz und Mousse auf dem klaren, hell strohgelben Wein bilden, welcher wiederum beim Schwenken des Glases viele Schlieren zeigt. Aprikose, Apfel, Orange und Blutorange sind die fruchtigen Noten, die meine Nase im Glas erkennt. Süßlich tiefere von Apfelringen, Himbeer- und Aprikosenmarmelade kommen ebenso dazu wie dunkle, schwere von Leder und Kakao. Über dem Glas zeigt sich der Champagner fröhlich frisch mit Tönen von Pfirsich, Zitrone und Kumquat.

Champagne Veuve Moreaux (R) Brut

Auch im Mund ist der französische Schaumwein sehr angenehm. Trotzdem der Champagner „Brut“ ausgebaut ist, wirkt er nicht adstringierend auf der Zunge, ist aber dennoch lebhaft anregend und prickelnd. Ich schmecke Aprikose und Pfirsich. Letzteren finde ich auch im langen, sehr ausgewogenen Abgang und – zusammen mit der Orange – beim Durchsprudeln des Champagners.

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffe, dass wir auch 2019 weiterhin gemeinsam die geheimnisvolle Welt des Weines erkunden werden!

Michael

Champagne
Veuve Moreaux®
Brut
Produit de France / Product of France
Alc. 12% vol.
750 ml
Enthält Sulfite

Gekauft bei NORMA.

Champagne Veuve Moreaux (R) Brut