Flaschenpost von Winzerin Ilonka Scheuring #Scheurebe – Dry Aged Scheu

Guten Tag,

vor wenigen Tagen hat mich ein kleines Päckchen erreicht. Darin enthalten war eine „Flaschenpost“ nebst Brief. Die Flaschenpost, ein kleines Fläschchen, enthielt die Dry Aged Scheu, welche kein Strohwein ist. Aber sie wäre – so vermute ich – ein Strohwein, wenn der Begriff nicht geschützt und deswegen für deutsche Weine nicht erlaubt wäre. Vor gut einem Jahr habe ich über das Dry Aged Scheu-Projekt von Ilonka #DIEMITDENROSAGUMMISTIEFELN schon einmal berichtet und vor knapp einem Jahr durfte ich den Wein auf der ProWein verkosten. Hiermit bedanke ich mich ganz herzlich bei Ilonka Scheuring dafür, dass sie mir das Probierfläschchen kostenfrei zum Verkosten und Bloggen zur Verfügung gestellt hat.

Viele Grüße nach Maroggo (Margetshöchheim) im wunderschönen Unterfranken! Ach ja, für Sie, liebe Leser, gibt es noch ein Youtube-Video von Ilonka:

Youtube-Link

Bevor ich wusste, welcher Wein genau in dem Fläschchen war, habe ich ihn verkostet (auch wenn ich mir natürlich denken konnte, was da drin ist ;-) ). An meiner Verkostung will ich Sie nun teilhaben lassen.

Der leicht naturtrübe, beim Schwenken sehr viele, ganz langsame, dicke Schlieren zeigende Wein hat eine faszinierende Farbe, die irgendwo zwischen einem hellen, samtigen Orange, Apricot und einem funkelnden Aztekengold liegt. Das Bukett im Glas ist extrem intensiv und ziemlich pikant. Es reicht von Rosenwasser über Zwetschgenmaische, von sehr reifer Ananas über Papayakernen, von Rum über getrocknete Aprikosen bis hin zu Hefe und Sanddornmarmelade. Über dem Glas ist das Aromenspiel weniger pikant, dafür fruchtiger. Hier mischt sich Ahornsirup mit Maracuja und Sanddorn mit Papaya, wobei Rosenwasser und Zwetschgenlikör dominierend sind. Schwer und süß, leicht frisch und recht pikant mit dem Geschmack von Aprikosenkonfitüre und Orangenzesten, Blutorange und Maracuja sowie Honig präsentiert sich der Wein im Mund. Sowohl beim Durchsprudeln als auch im sehr langen Abgang sind die Aromen von oben, insbesondere Rosenwasser, Sanddorn, Honig und Zwetschgenlikör, deutlich erkennbar.

Ich bin immer wieder begeistert davon zu sehen, was mit Mut und Kreativität, mit dem Ausbruch aus dem Mainstream und mit viel Engagement für außergewöhnliche und hervorragende Weine gekeltert werden können. Ich hoffe, dass die Zukunft des deutschen Weines nicht in der Masse, sondern in der Vielfalt liegt.

Danke Ilonka!

Guten Abend

Michael