GOGER Geschwisterliebe

Helau! ­čą│­čą│­čą│

Ich w├╝nsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser von „Michael mag Wein“, einen wunderbaren und lustigen Faschingsdienstagabend!

Vor schon etwas l├Ąngerer Zeit habe ich Ihnen das Unboxing der Weine vom Weingut Goger aus Sand am Main pr├Ąsentiert. Bis auf drei Weine habe ich alle schon verkostet und Ihnen vorgestellt. Unter diesen drei Weinen, die noch fehlen, sind jedoch die beiden, die meiner Meinung nach die herausragendsten sind. Es handelt sich um den Eiswein und um unseren heutigen Wein, der „Geschwisterliebe“ hei├čt. Es handelt sich um einen aus mehreren Gr├╝nden ganz besonderen Wei├čwein, der im modernen, neuen Bockbeutel abgef├╝llt ist. Die Sp├Ątlese wurde anl├Ąsslich der Wahl der fr├Ąnkischen Weink├Ânigin 2019 kreiert – von einer der drei Kandidatinnen zur fr├Ąnkischen Weink├Ânigin 2019, Elisabeth Goger, und ihrem Bruder Karl Maximilian Goger. Es handelt sich um einen Silvaner, der, trotzdem von vielen Weinexperten behauptet wird, dass diese Rebsorte und ein Holzfass nicht zueinander passten, zu 25-30 % im Barrique ausgebaut wurde – der Rest war im Edelstahltank. Aber damit nicht genug: Im Barrique lag der Silvaner auf der Hefe (quasi sur lie). Und, sofern ich es richtig verstanden habe, wurde der Pr├Ądikatswein ohne zugesetzten Schwefel vinifiziert, was bedeutet, dass er w├Ąhrend der G├Ąrung jeden Tag ger├╝hrt werden muss – viel zus├Ątzliche Arbeit also. Seien Sie also mit mir gespannt, ob diese Mehrarbeit sich gelohnt hat! Der Wein mit dem au├čergew├Âhnlichen Namen „Geschwisterliebe“ wurde mir dankenswerter- und freundlicherweise vom Weingut & Hotel Goger aus Sand am Main kostenfrei zum Verkosten und Bloggen zur Verf├╝gung gestellt.

Die Sp├Ątlese ist klar, schlierenlos und zeigt beim Einschenken sowie im Glas ganz viele kleine Perlchen. Die Farbe des Weines w├╝rde ich als kr├Ąftiges Strohgelb bezeichnen. Samtig und weich mit dem frischen Duft gelber Fr├╝chte wie Ananas und gelben ├äpfeln, aber auch mit durchaus sehr tiefen Elementen von getrockneten Aprikosen und einem Hauch Williams-Christ-Birnen-Brand ├╝berrascht der Silvaner im Glas. Auch ├╝ber diesem ist der Wein weich und sanft. Ich rieche Birnen, Schl├╝sselblumen, s├╝├če Ananas nebst essreifen Aprikosen. Ich kann mir sogar beim Riechen vorstellen, wie der pl├╝schige Flaum der Aprikosen meine Lippen streichelt und wie ich das sich leicht vom Stein l├Âsende Fruchtfleisch abbei├če und auf der Zunge schmecke. Ein Traum in gelb! Frisch, mineralisch, etwas herb, sch├Ân prickelnd und dennoch sanft und rund mit dem leichten Geschmack von Birnen, Netzmelonen, Zitronenbl├╝ten und wiederum Aprikosen sp├╝re ich den Pr├Ądikatswein im Mund. Der Abgang ist lang, mineralisch, etwas pikant und prickelnd. Er hinterl├Ąsst den Nachklang von Aprikosenmarmelade (mit einer Spur Marzipan?). Floral mit Ananas und einem Spritzer Williams-Christ-Birnen-Brand schmiegt sich der Eindruck, den der Silvaner beim retronasalen Riechen hinterl├Ąsst, perfekt in das harmonische Gesamtbild.

Ob sich die Arbeit gelohnt hat? Auf jeden Fall! Ein Punkt gibt mir gerade noch zu denken – und ich will versuchen, ihn aufs Papier (naja – eher auf den Bildschirm) zu bringen. Irgendwie ist die Geschwisterliebe ein typischer fr├Ąnkischer Silvaner – und irgendwie auch nicht. Sie hat gelbe Frucht und ist mineralisch, ist leicht und fruchtig. Sie ist lebensfroh und lustig. Und doch hat sie eine Eleganz, einen Cremigkeit, einen Schmelz, eine Opulenz, eine Sanftm├╝tigkeit, die sie in andere Sph├Ąren heben.

So gesehen passt der Wein wie die Faust aufs Auge zu uns Franken – lebensfroh, opulent, lustig, elegant­čśť­čśś

GOGER 1866

GOGER
Geschwisterliebe
1866 / K / S / E

2018ER SILVANER
SANDER HIMMELSB├ťHL

Deutscher Pr├Ądikatswein – Sp├Ątlese
13 %Vol. 0,75 l
enth├Ąlt Sulfite – Erzeugerabf├╝llung
WEINGUT & HOTEL GOGER
Sand am Main
www .goger-wein .de
FRANKEN

Was f├╝r ein Wein! Ich kann mich wirklich nur bei Maximilian und Elisabeth daf├╝r bedanken, einen solchen Wein gekeltert zu haben. Danke­čą░­čą░

Liebe Gr├╝├če und „Dunnerkeil“

Michael