Gedanken zur Fastenzeit

Grüß Gott,

der Fasching ist vorbei, die Fastenzeit beginnt. Heute Morgen habe ich ein bisschen durch die sozialen Medien gescrollt und dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr viele Beiträge zur Fastenzeit gibt. Gefühlte 0,1% davon sind kirchlicher bzw. christlicher Natur, in weiteren 0,1% erzählen Leute, auf was sie verzichten wollen, und in 99,8% regen sich andere darüber auf, dass ihnen „immer“ und „überall“ von „allen“ erzählt wird, worauf diese verzichten (und dass sie, die 99,8%, deshalb erst recht nicht bei so einem Schmarrn mitmachen würden, weil sie es nicht nötig hätten). Mir drängt sich ja so ein bisschen der Gedanke auf, dass es sich eher um Neid handelt und darum, dass sich diese 99,8% darüber bewusst sind, dass sie es nicht schaffen würden, 40 Tage zu verzichten. Darum suchen sie sich lieber einen Grund, es nicht tun zu müssen, und beschimpfen die, die es eben doch schaffen – oder zumindest versuchen. Aber das ist nur so ein Gedanke … Mögen alle ihren Frieden finden.

Zum Abschluss habe ich noch zwei kleine Bibelstellen für Sie. In Markus 1, 12-13 wird gesagt, dass Jesus vom Heiligen Geist in die Wüste geführt wurde, wo er vierzig Tage blieb. Dort wurde er wiederholt vom Teufel in Versuchung geführt. Er lebte unter wilden Tieren und in der Begleitung von Engeln. In Matthäus 6, 16-18 beschreibt Jesus, wie man fasten soll. Wir sollen nicht finster dreinblicken. Das täten nämlich die Heuchler. Wer so fastet, dass die anderen es merken, und von den anderen dafür gefeiert wird, hat seinen Lohn schon erhalten – hier auf Erden. Sie können keinen Lohn im Himmel mehr erwarten. Wir sollen froh sein und glücklich aussehen und so fasten, dass es niemand merkt. Nur der liebe Gott. Dann können wir zu recht auf einen Lohn im Himmel hoffen.

In diesem Sinne: Frohes und glückliches Fasten!

Michael