REGENT 2015 OBERSCHWAPPACH

Frohe Weihnachten,

heute stelle ich Ihnen den Wein vor, den ich zur Weihnachtsgans getrunken habe: einen Regent aus Oberschwappach. Ich werde ab und zu gefragt, ob man lieber bekannte Namen/Weingüter/Rebsorten kaufen soll oder lieber auf kleine, unbekannte Winzer und Weine zurückgreifen soll. Die Antwort ist ganz klar: Es kommt darauf an. Wenn ich Gäste habe und ich deren Weingeschmack nicht 100%ig kenne, dann nehme ich einen bekannten Wein von einem bekannten Weingut. Da mache ich wenig falsch. Und ich gehe auch nicht das Risiko ein, dass der Wein nichts taugt … Allerdings zahlt man vielleicht auch das größere Marketing eines bekannteren Weingutes mit. Und die Wahrscheinlichkeit etwas Außergewöhnliches (im eigentlichen Wortsinn) zu finden, ist natürlich bei bekannten Marken klein, da diese ja möglichst jedem liegen sollen. Bei kleinen Weingütern, unbekannten Rebsorten zahlt man im Mittel weniger, allerdings ist das Risiko einen Fehlkauf zu machen natürlich auch größer. Aber ebenso die Chance einen wirklichen Glücksgriff zu machen und etwas Besonderes zu finden. Von dem Regent hier, der von einem kleinen Weinbauern kommt, war ich zum Beispiel sehr überrascht.

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Weingärtner’s Riesling SECCO

Guten Tag,

bald beginnt ja wieder die große Champagner- und Sektzeit. Es gibt jedoch auch Menschen, die den teils kräftigen Hefegeschmack im Schaumwein nicht so gerne mögen. Hierfür eignet sich dann ein Perlwein wie perfekt, die in Deutschland ja oft „Secco“ heißen (was eigentlich „trocken“ bedeutet, hier aber nicht so verwendet wird). Bei Seccos sollte man nur darauf achten, aromatischere Rebsorten zu wählen, da ja der Hefegeschmack fehlt und durch die Kohlensäure schwache Aromen überdeckt werden können. Aus diesem Grund wollen wir uns heute einen Riesling-Secco anschauen (und ihn trinken).

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2014 Pfalz MORIO-MUSKAT lieblich

Grüß Gott,

Peter Morio gründete 1926 die Außenstelle der Bayerischen Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg auf dem Geilweilerhof in Siebeldingen, die man heute als Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof kennt, welches seit 2008 Teil des Julius-Kühn-Instituts ist. Man kennt Peter Morio vor allem wegen seiner vier Neuzüchtungen: Bacchus, Domina, Optima und Morio-Muskat (Warum der wohl so heißt? ^^).

Anders als vom Züchter angegeben, ist der Morio-Muskat 1928 nicht aus Silvaner und Weißburgunder gekreuzt, sondern aus Silvaner und gelbem Muskateller. Der Morio-Muskat hat ein ausgeprägtes Muskatelleraroma und wird heute hauptsächlich in Rheinhessen und der Pfalz angebaut.

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Herrenberger Hof Riesling Pfalz 2015

Grüß Gott,

DIE Rebsorte Deutschlands ist unbestreitbar der Riesling. (Auch wenn es mein fränkisches Herz schon etwas schmerzt, dass es nicht der Silvaner ist.) Aber ganz ehrlich: Das Weinland Deutschland wird außerhalb des deutschen Sprachraums quasi mit dem Riesling gleichgesetzt. Vielleicht kennt man dort noch die Scheurebe – den frechen Cousin des Rieslings – den Weißburgunder (und hoffentlich den Silvaner). Nichtsdestotrotz ist und bleibt der Riesling das Aushängeschild des deutschen Weinbaus. Darum wollen wir heute einen Riesling verkosten und zwar einen vom Herrenbergerhof.

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„Rumänischer Wein“ aus Bischberg, Franken

Grüß Gott,

heute will ich Ihnen einen Wein präsentieren, den man so im Laden nicht kaufen kann. Bekannte von mir haben im eigenen Garten an der Kirchenmauer eine (oder ein paar) Weinrebe(n), aus der sie etwas Wein zum Eigenbedarf herstellen – handgepflückt und ungeschwefelt. Die Hobbywinzer stammen aus Rumänien und stellen den Wein so her, wie ihre Vorfahren ihn in Rumänien hergestellt haben. Was es für eine Rebsorte ist, die dort wächst, konnte mir leider niemand sagen. Wahrscheinlich kommt die Rebsorte aus Rumänien (vielleicht aber auch aus Franken oder woanders her^^).

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2014 Silvaner Kabinett Trocken Franken

Grüß Gott,

in Deutschland unterscheidet man ja zwischen den (aufsteigenden) Qualitätsstufen (Tafel-)Wein, Landwein, Qualitätswein und Prädikatswein, wobei sich der zuletzt genannte nochmal (aufsteigend in der Qualität) in Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese sowie (außer Konkurrenz in der Qualitätshierarchie innerhalb der Prädikatsweine) Eiswein.  Wir wollen heute einen Prädikatswein – und zwar einen Kabinett – verkosten.

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