LE FRONDE MOSCATO D’ASTI DOCG 2019 FONTANAFREDDA

Grüß Gott,

wie die aufmerksamen Leser meines Blogs sicherlich wissen, ist ein Wein, dem ich mich nicht verwehren kann, der Moscato d’Asti. Es ist mir zugegebenermaßen unverständlich, warum der Moscato d’Asti so ein Schattendasein in Deutschland fristet. Die meisten Menschen, die ich kenne, kennen den Moscato d’Asti entweder gar nicht oder verwechseln ihn mit dem Asti Spumante. Der Moscato d’Asti durchlebt im Gegensatz zum Asti Spumante keine zweite Gärung, sondern wird während der ersten Gärung abgefüllt. Es ist sogar festgelegt, dass ein Drittel des Zuckers im Moscatomost nicht vergoren wird, sondern als Restzucker im sodann süßen Moscato d’Asti verbleibt. Durch dieses Verfahren ist der Wein aber nicht nur süß, sondern auch sprudelnd und wenig alkoholisch – mit oft nur um die 5 Volumenprozent. Gerade wegen des relativ niedrigen Alkoholgehalts, wegen seines überaus aromatischen Muskatellerbuketts und wegen seiner fruchtigen Süße ist er ein super Sommergenuss, der im Gegensatz zu den ach so beliebten „aromatisierten weinhaltigen Getränken“ reiner Wein ist – sogar mit DOCG-Siegel (was man grob als Prädikat übersetzen könnte).

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LE ROCCHE Chianti Classico Bio 2019

Schönen Abend liebe Leserinnen und Leser,

meistens überlege ich, welche Weine ich kaufe, recht gut. Ich denke darüber nach, was gut auf meinen Blog passen würde oder welche Weine sich zu den geplanten Essen am besten eignen. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ich spontan einen Wein sehe, Lust auf ihn bekomme und ihn einfach mitnehme. So beim heutigen Bio-Chianti-Classico, den es im Discounter gab, wovon ich durchaus überrascht – im positiven Sinne – war :-)

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PiCCINI Collezione Oro Chianti Riserva DOCG 2018 – Onlineweinprobe PiCCINI 2021, Teil 4

Schönen Abend,

heute kommen wir mit dem vierten und letzten Teil dieser Piccini-Beitragsserie zum ersten der verkosteten Weine, einem Chianti Riserva. Sind Sie von den vielen verschiedenen Begriffen, die auf Chianti-Weinen zu lesen oder in ihrem Zusammenhang zu hören sind, auch manchmal verwirrt? Da gibt es Chianti und Chianti Classico, Fiasco, Governo, Riserva und Gran Selezione und Superiore, Vin Santo del Chianti und Vin Santo del Chianti Classico, Gallo Nero, Toskana und Supertoskaner, Sangiovese, … So, jetzt sind Sie vermutlich verwirrt. Ich will Ihnen nun einen ganz kurzen Überblick geben, was die wichtigsten Begriffe bedeuten. Chianti (weil ich es immer wieder falsch höre, möchte ich dezent darauf hinweisen, dass man es „Kianti“ und nicht etwa „Tschianti“ ausspricht) ist ein Rotwein aus der Toskana (Italien), der im Wesentlichen aus Sangiovesetrauben besteht. Das Chianti-Gebiet besteht aus den Unterzonen „Classico“, „Colli Fiorentini“, „Colli Senesi“, „Rúfina“, „Colli Aretini“, „Colline Pisane“, „Montalbano“ und „Montespertoli“, die alle DOCG sind. Chianti Classico ist insofern etwas Besonderes, als dass bis 1932 Chianti aus diesem Gebiet kam, wobei das heutige Chianti Classico-Gebiet – grob beschrieben: die sanften Hügel zwischen Florenz und Sienna – etwas größer ist, als das historische bis 1932. Zudem ist zu erwähnen, dass auch Teile des Gebiets „Rúfina“ schon vor 1932 – nämlich zu Zeiten der Medici – Chianti-Gebiet war. Die klassische Chianti-Flasche, die bauchig und mit Bast ummantelt ist, sieht man heute nur noch selten. Den schwarzen Hahn hingegen als Zeichen für den Chianti Classico sehr oft. Vin Santo bezeichnet Süßweine (DOC) und Riserva eine längere Lagerung. Damit will ich es nun ersteinmal gut sein lassen und lieber zur Verkostung des Chianti Riserva von Piccini fortschreiten.

Die Teilnahme an der Onlineweinprobe sowie die verkosteten Weine wurden mir freundlicherweise kostenfrei im Rahmen eines Produkttests zum Verkosten und Bloggen von Piccini zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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PiCCINI Chianti Classico DOCG 2019 – Onlineweinprobe PiCCINI 2021, Teil 3

Grüß Gott,

heute habe ich das große Vergnügen, Ihnen nicht nur zum dritten Male von der Online-Weinprobe bei Piccini zu berichten, sondern Ihnen auch den Piccini Chianti Classico DOCG 2019 vorzustellen, der zu ca. 90% aus Sangiovese und zu etwa 10% aus Merlot gekeltert wurde. Der Jahrgang 2019 ist dabei besonders nennenswert, da 2019 der vielleicht beste Jahrgang für die Rebosrte Sangiovese in der Toskana in den letzten zehn Jahren war. Piccini strebt an, mehr oder sogar nur noch organische Weine herzustellen, jedoch sind viele Weine, die man heute kaufen kann, nicht als organisch gekennzeichnet. Dies liegt daran, dass Piccini quasi ständig neue Rebflächen hinzukauft, die, wenn sie vorher nicht biologisch bewirtschaftet wurden, erst drei Jahre nach den Biorichtlinien bewirtschaftet werden müssen, bevor sich die Weine, in die Trauben von diesen Rebflächen eingehen, eben auch organisch nennen dürfen.

Die Teilnahme an der Onlineweinprobe sowie die verkosteten Weine wurden mir freundlicherweise kostenfrei im Rahmen eines Produkttests zum Verkosten und Bloggen von Piccini zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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PiCCINI Chianti Classico DOCG Riserva 2017 – Onlineweinprobe PiCCINI 2021, Teil 2

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute will ich Ihnen den zweiten Teil der kleinen Reihe über die Onlineweinprobe 2021 von Piccini vorstellen, bei der wir, da wir ja rückwärts durch die Weinprobe schreiten, den dritten der verkosteten Weine besprechen wollen, einen Chianti Classico DOCG Riserva. Als im Jahre des Herrn 1882 Angiolo Piccini mit dem Weinbau begann, stellte er ganz klassisch Chianti Classico her. Schon in der 2. Generation wehte mit Mario Piccini ein neuer Wind durch das Weingut, da er eine neue Kellerei in der Nähe eines Bahnhofs baute, womit er im großen Stil in den Weinexport einsteigen konnte. Da die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg eine harte war, wurden damals Weine für jeden Tag produziert, die sich sicher absetzen ließen. In der 3. Generation begann mit Pierangiolo der konsequente Kurs in Richtung High Quality, der in der 4. Generation mit Mario (dem Zweiten) Piccini weitergeführt wurde. Er baute Piccini auch zur Gruppe um und verknüpfte das Augenmerk auf Qualität mit modernem Marketing mit knallorangefarbenem Etikett, das in Italien der Tradition wegen nicht so akzeptiert wurde, im Ausland jedoch voll ins Schwarze (also ins Orange) traf!

Die Teilnahme an der Onlineweinprobe sowie die verkosteten Weine wurden mir freundlicherweise kostenfrei im Rahmen eines Produkttests zum Verkosten und Bloggen von Piccini zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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PiCCINI Brunello di Montalcino DOCG 2016 – Onlineweinprobe PiCCINI 2021, Teil 1

Guten Tag,

gestern durfte ich an einer Onlineweinprobe bei PiCCINI teilnehmen, bei der ich viel über das Weingut PiCCINI bzw. eigentlich über die Piccini-Gruppe gelernt habe. Dabei wurden auch vier Weine verkostet. In einer kleinen Serie werde ich Ihnen die Weine vorstellen und dabei Informationen aus der Weinprobe einfließen lassen. Wenn Sie mehrere Weine hintereinander verkosten, gibt es so ein paar Regeln, in welcher Reihenfolge das am besten geschieht, wobei diese Regeln sich auch widersprechen können, was Einzelfallentscheidungen nach sich zieht. Einige dieser Regeln sind: von weiß nach rot, von trocken nach süß, von leicht nach schwer, von einfach nach komplex, von jung nach alt. Alle vier Weine auf der PiCCINI-Probe waren rot, der Brunello di Montalcino war jedoch der älteste und schwerste, weswegen er als viertes und somit letztes an die Reihe kam. Nichtsdestotrotz will ich Ihnen diesen Wein als erstes zeigen, da ich erstens den Wein nicht zu lange offen lassen möchte und zweitens mir die Eindrücke noch so lebhaft in Erinnerung sind, dass ich sie gleich aufschreiben will. Gerade habe ich erwähnt, dass Piccini eigentlich eine Gruppe und kein einzelnes Weingut ist. Genauer gesagt vereinen sich unter dem Dach „PICCINI 1882“ die Marken PiCCINI, VALIANO, REGIO CANTINA, TENUTA MORAIA, TORRE MORA, VILLA AL CORTILE und GEOGRAFICO. Die Weine stammen auch nicht alle (wie ursprünglich 1882) aus der Toskana, sondern kommen quasi aus fast ganz Italien von Sizilien über die Basilikata bis hin – natürlich – zur Toskana, wo auch unser heutiger Wein herkommt.

Die Teilnahme an der Onlineweinprobe sowie die verkosteten Weine wurden mir freundlicherweise kostenfrei im Rahmen eines Produkttests zum Verkosten und Bloggen von Piccini zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

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Moscato d’Asti DOCG 2020 Gıannı_Doglıa

Guten Tag,

als ich neulich im italienischen Supermarkt hier um die Ecke einkaufen war, hat mich ein Wein so angelacht, dass ich ihn einfach mitnehmen musste. Zum einen, weil es sich um einen Moscato d’Asti handelt, zum anderen, weil das, wie ich finde, sehr schön designte und wunderschön verspielte Etikett mit seinem Karussell und seinen drei Engeln so lustig glitzert. So habe ich nun die große Freude, diesen DOCG-Wein zu verkosten und Ihnen davon zu berichten.

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Francesco Zonin MAREMMA TOSCANA DOC SANGIOVESE 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Rebsorte Sangiovese ist eine der häufigsten Italiens. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Menschen, wenn sie von typischen italienischen Rotweinen reden bzw. schwärmen, eigentlich den Sangiovese meinen. Natürlich gibt es in Italien noch viele – um nicht zu sagen: unzählige – andere Rotweinsorten; dennoch ist der Sangiovese vielleicht der typische (oder der für deutsche Gaumen typische …) italienische Rotwein. Entdecken Sie heute mit mir einen Sangiovese aus dem Jahre 2013 von Zonin. Viel Spaß!

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ROGGIO del Filare DOC superiore 2006

Guten Tag,

wenn man einen Wein dekantiert, füllt man ihn in ein Gefäß, das ihm eine größere Oberfläche bietet. Dabei kann man ihn auch so einschenken, dass es gluckert, damit noch mehr Luft an bzw. in den Wein kommt. Man sagt manchmal, dass der Wein im Dekantiergefäß atmet – was er natürlich nicht macht. Er reagiert aber sehr wohl mit der Luft. Die meisten modernen Weine muss man nicht dekantieren. Sie sind so vinifiziert, dass sie aus der Flasche ins Glas trinkbereit sind. Früher musste man Rotweine eigentlich immer dekantieren. Und auch heute kann es sein, dass es sich empfiehlt. So z. B., wenn man einen so alten Wein hat, dass er noch auf solche Weise hergestellt wurde, dass man ihn dekantieren sollte, oder wenn der Wein sehr altmodisch hergestellt wurde, oder wenn er sehr reif ist. Unser heutiger Wein, der Roggio del filare 2006, ist ein schönes Beispiel für einen Wein, der durch das Dekantieren wirklich gewinnt. Sie finden nachfolgend quasi zwei Verkostungen – eine vor und eine nach dem Dekantieren. Und Sie werden erstaunt sein, wie sie sich unterscheiden. Wobei ich hier noch anmerken will, dass ein reines Umfüllen in ein schönes Dekantiergefäß fast keinen oder gar keinen Mehrwert bringt. Man muss dem Wein schon auch Zeit geben, mit der Luft zu reagieren – einige Stunden oder gar Tage.

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Vermouth Rosso BOTTEGA

Schönen guten Tag,

heute darf ich, Michaela, Ihnen einen Wermutwein von BOTTEGA vorstellen, welcher Sie in eine Welt aus orientalischen Gewürzen und exotischen Früchten entführt. Obschon die Gewürze zusammen mit der Rotweinaromatik auch an Advent erinnern können, ist das Flair einer lauen, italienischen Sommernacht omnipräsent. Party, Eleganz, Genuss und Sinnlichkeit sind in diesem Wermut wunderbar vereint.

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