Weinseminar Aromenschule

Aromenschule

Guten Tag,

vor einiger Zeit habe ich mal wieder ein Weinseminar mitgemacht. Das war weder ganz allgemein (à la „Was ist überhaupt Wein?“ oder „Und warum sind Wein und Bier nicht das gleiche?“) noch sehr speziell (so wie „Die Stillweine aus der Champagne“ oder „Das Stargarder Land“) sondern irgendwo schön dazwischen. Das Thema war „Aromenschule“, wobei sich das Seminar in drei Abschnitt einteilte. Zuerst kam …

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Mein Besuch auf der ProWein 2019 – Tag 3

Guten Tag,

ich heiße Sie herzlich willkommen zu meinem kleinen Bericht vom dritten (und letzten) Tag auf der ProWein 2019, für die mir das Presseticket zum freien Eintritt kostenlos von der Messe Düsseldorf zum Bloggen zur Verfügung gestellt wurde. Analog zu meinen Berichten zum ersten und zum zweiten Tag auf der ProWein werde ich mich auch heute auf einige besondere Weine, Weingüter und Stände konzentrieren, um nicht den Platz dieses Posts zu sprengen – auch wenn mir dabei schmerzlich bewusst ist, dass ich vielleicht (oder eher: wahrscheinlich) auch den ein oder anderen (sehr) guten Wein nicht vorstellen kann. Ich bitte Sie, mir dies nachzusehen.

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Mein Besuch auf der ProWein 2019 – Tag 2

Guten Samstag,

heute will ich Ihnen vom zweiten Tag auf der ProWein berichten, für die mir das Presseticket zum freien Eintritt kostenlos von der Messe Düsseldorf zum Bloggen zur Verfügung gestellt wurde. Wie auch schon bei meinem Bericht vom ersten Tag kann ich aus Zeit- und Platzgründen nicht von jedem Wein und jedem Stand genau berichten; auch nicht von manchen sehr guten Weinen oder sehr schönen Ständen. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, den ein- oder anderen Wein, den ich hier nicht ausführlich beschreibe, Ihnen doch noch zu genauer vorzustellen. Ich beschränke mich also auch in diesem Artikel wieder auf wenige Weine und Stände, die etwas Außergewöhnliches ausgezeichnet hat. 

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Mein Besuch auf der ProWein 2019 – Tag 1

Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag,

wissen Sie, was ich letzten Sonntag, Montag und Dienstag gemacht habe? Der Titel dieses Blogbeitrags verrät es ja schon: Ich war auf der 25. ProWein, die mit 61.500 Besuchern DIE Fachmesse für Wein und alles, was damit zu tun hat, ist. Das Presseticket zum freien Eintritt wurde mir kostenlos von der Messe Düsseldorf zum Bloggen zur Verfügung gestellt. Heute will ich Ihnen vom ersten Tag einen kleinen Bericht geben.

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Weinprobe im Südpfalzweinberg 2018, Teil 2

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

heute will ich Ihnen vom zweiten Teil der kulinarischen Weinprobe im Südpfalzweinberg berichten, von der eigentlichen Weinprobe und dem zugehörigen Essen. Die Weinprobe an sich bestand aus acht Weinen, natürlich alle aus historischen Rebsorten vom weißen Räuschling bis zur Mohrenkönigin, vom grünen Adelfränkisch bis zum Grünfränkisch, vom schwarzen König bis zum mittelgroßen roten Veltliner.

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Weinprobe im Südpfalzweinberg 2018, Teil 1

Guten Tag,

am 29. September 2018 war – wie jedes Jahr – Michaeli, also mein Namenstag. Aber da war noch etwas … etwas ganz Besonderes: die kulinarische Weinprobe im Südpfalzweinberg. Wäre ich egoistisch, würde ich nicht darüber berichten, damit nicht noch mehr Weinliebhaber einen Run auf die eh schon raren Karten starten. Da ich aber nicht egoistisch bin und darüber hinaus das Projekt „Rebsortenarchiv“ im Südpfalzweinberg sehr unterstützenswert finde, berichte ich hier gerne von der Weinprobe und dem Drumherum mit einem einleitenden Beitrag. Wenn ich damit etwas Mund-zu-Mund-Propaganda für eine gute Sache machen kann, freut mich das umso mehr.

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Frankenweinprobe im Bayreuther Wein- und Confiseriehaus

 

Guten Abend,

letzte Woche durfte ich an einer Weinprobe zum Thema „Franken“ im Bayreuther Wein- und Confiseriehaus teilnehmen. Verkostet wurden zehn Frankenweine – vom Müller-Thurgau bis zum Blanc de Noir. Fachkundig führte uns die Familie Breitling durch den Abend mit einer bunten Mischung aus Geschichten, Anekdoten und Gedichten einerseits und Wissenswertem rund um die Themen Weinherstellung, -lagerung, Rebsorten, Bioweinbau, Bewässerung, Böden und Flaschenformen andererseits. Zu allen Weinen wurden nicht nur Beschreibungen gegeben, sondern diese auch immer mit etwas Witz um einige persönliche Bemerkungen oder Erlebnisse ergänzt. In den Phasen zwischen den Weinen konnten wir unsere Geschmacksnerven mit Käse, Schinken und Brot auf andere Gedanken bringen und dabei Fragen stellen – die natürlich souverän beantwortet wurden – oder über Leitaromen diskutieren.

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Ribera del Duero – Weinprobe in der spanischen Botschaft in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

als ich damit begonnen habe, michaelmagwein zu führen, war meine Intention weder die, mit dem Blog berühmt zu werden, noch dachte ich, ich müsse einen Weinblog betreiben, der „besser“ oder anders ist als die, die es schon gab. Ich wollte schlicht und ergreifend meine Gedanken zu und mein Wissen über Wein mit der Welt teilen. Dass es mein Blog inzwischen jedoch zu einiger Bekanntheit geschafft hat, freut mich umso mehr. Neulich wurde ich von Frau Saskia Horenburg von censusPR aus Berlin zu einer Weinprobe in die spanische Botschaft in Berlin eingeladen, in der Weinjournalisten und -blogger Weine der Ribera del Duero verkosten durften und über das Ribera Winesounds Fest 2018 informiert wurden. Dafür bedanke ich mich hiermit sehr herzlich. Nun will ich Ihnen jedoch von genau dieser Weinprobe erzählen.

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Silvester-Weinprobe unter den ziegelangerer Weinbergen im Keller des Weinhauses Zimmermann

Schönen Sonntag!

Wer kennt das Problem, dass man an Silvester ewig auf Mitternacht wartet und nicht weiß, wie man die Zeit bis dahin totschlagen soll, nicht? Letztes Jahr an Silvester, also vor 21 Tagen, haben meine Frau und ich dieses Problem auf eine höchst angenehme und ebenso empfehlenswerte Art und Weise gelöst: Wir nahmen an einer abendlichen Weinprobe des Weinhauses Zimmermann in Ziegelanger teil.

Weinprobe Zimmermann Ziegelanger
Weinprobe Zimmermann Ziegelanger

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Weinseminar Piemont mit Francesca von Beust-Luti: Roero Arneis, Dolcetto D’Alba, Vino Rosso, Nebbiolo Langhe, Barbera D’Alba, Roero Riserva, Barolo, Barbaresco

Liebe Leserinnen und Leser meines Weinblogs,

in diesem Beitrag berichte ich Ihnen über das VHS-Weinseminar „Piemont: Fokus auf ‚Die Langhe'“ mit Frau Francesca von Beust-Luti.

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Arneis und Grissini

Dieses Weinseminar war eine Reise ins Piemont, wo es viele Familien-Winzer-Betriebe und – für Italien ungewöhnlich – viele Sortenreine Weine gibt. Genauer ging die Reise ins südliche Piemont: die Ziele hießen Roero und Langhe. Zwei Gebiete, ganz dicht beieinander, nur – mehr oder weniger – durch den Fluss Tanaro getrennt, und dennoch so verschieden, dass man es den Weinen anmerkt. Begonnen haben wir unsere Reise mit einem Weißwein: Einem Arneis. Diese Rebsorte war in den 80ern durch den damals herrschenden „Chardonnay-Wahn“ vom Aussterben bedroht, freut sich aber heute wieder zunehmender Beliebtheit. Danach kamen sieben Rotweine, wobei Nebbiolo den Abend bestimmte. Aber auch Dolcetto, dessen Name im Übrigen nicht von dolce (süß) kommt, und Barbera wurden verkostet. Das „Bric“ im Namen des Barbera d’Alba bezeichnet im Übrigen die oberste, also beste Lage eines Weinbergs – aber: Wissen Sie auch, was „Loira“ bedeutet???

Bevor ich nun aber mit der Vorstellung der Weine beginne, möchte ich Ihnen noch eine kurze Anekdote erzählen. Als ich das erste mal ein Weinbuch gelesen habe und zum Piemont-Kapitel kam, las ich in der Überschrift statt „… Piemonteser …“ das Wort „… Piemonster …“ und kam nicht auf die Idee, an das Piemont zu denken. Stattdessen überlegte ich bestimmt eine Stunde lang, was ein PIE-Monster sein soll… Oder ob das etwa ein pie (engl.: gedeckter Kuchen)-Monster ist. Aber was macht ein Kuchenmonster im Weinbuch..? Irgendwann habe ich dann weiter gelesen und verstanden, dass es um das Piemont geht und piemonteser wohl das Adjektiv dazu ist. Dann habe ich wahrscheinlich eine Stunde lang gelacht^^ und jedes mal, wenn ich nun „Piemont“ lese, denke ich an die Pie-Monster ;-)

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  • Roero Arneis – DOCG 2015 – Prunotto – 100% Arneis: Honigmelone, Tulpe, Mineral, schöne Säure, leicht herb – Farbe: helles Strohgelb
  • Dolcetto D’Alba – DOC 2014 – Paolo Conterno – 100% Dolcetto – L’Alto: Heidelbeer, Erdbeermarmelade, Gewürznelken, dünn – Farbe: lila, Brombeer
  • Vino Rosso – 2013 – Giorgio Pelissero – Barbera, Dolcetto, Nebbiolo – Nature-Barlet: Feine Tannine, Anis, Fenchelsaat, Sauerkirsch, Banane – Farbe: bräunlich
  • Nebbiolo Langhe – DOC 2012 – Giorgio Pelissero – 100% Nebbiolo: Leder und Brombeer, sehr leicht, warmer Ziegelstein – Farbe: braun
  • Barbera D’Alba – DOC 2010 – Cascina Chicco – 100% Barbera – Bric Loira: Leder, Rinde, Heidelbeer, Brombeer, Kräuter – Farbe: lila, dunkel, Purpur
  • Roero Riserva – DOCG 2005 – Cascina Chicco – 100% Nebbiolo – Valmaggiore: Zitrone, Sauerkirsch, Heidelbeer, Kräuter, Vanille, Zimtzucker – Farbe: braun
  • Barolo – DOCG 2003 – Prunotto – 100% Nebbiolo „Lampia“ und „Michet“: Leder, Vanille, rotes Fleisch, Kirschen – Farbe: bräunlich, sehr schön rot
  • Barbaresco – DOCG 2003 – Giorgio Pelissero – 100% Nebbiolo – Vanotu: Pflaume, schwarze Johannisbeere, Leder, schwarze Johannisbeer-Gelee, wie Sirup, Holz, Kamillentee, Salbei – Farbe: braun

Was aber nehme ich nun mit von diesem Abend, an dem es zu den Weinen auch Grissini, Schinken, Dinkelbrot, Olivenöl, Salz und Weichkäse gab? 

Wer billige oder einfach zu verstehende Weine sucht, ist im Piemont falsch. Sortenrein, komplex, vielfältig, traditionsreich, strukturiert; das sind die Adjektive, die Piemontwein beschreiben. Und dennoch:

Keine Angst vor den Pie-Monstern^^

Beste Grüße

Michael