Weinentdeckung! Keschde unn Monnlä – Deutscher Sekt

Grüß Gott,

drei Weine der Deutschen Weinentdeckungsgesellschaft habe ich Ihnen ja schon vorgestellt: Die Liebesheirat, den Red light! und den Gipfelstürmer (VDP.ERSTE LAGE). Heute wollen wir uns einem Schaumwein zuwenden.

Oft stellen sich Leute die Frage (und oft wurde sie mir auch schon gestellt): Champagner, Sekt oder Prosecco? Diese Frage will ich jetzt nicht in aller Ausführlichkeit diskutieren – wer gerne mehr lesen will, sei auf einen meiner Artikel zu genau dem Thema verwiesen – aber ich möchte Ihnen heute einen Sekt vorstellen, der sich vor keinem Champagner verstecken muss!

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VDP.ERSTE LAGE – Gipfelstürmer 2015

Grüß Gott,

heute stelle ich Ihnen mal wieder einen Wein der deutschen Weinentdeckungsgesellschaft vor: den Gipfelstürmer. Zur Erinnerung: Wir hatten schon die Liebesheirat und den Red light! Wie nicht anders zu erwarten war, ist auch dieser Überraschungswein etwas ganz Besonderes. Es handelt sich um einen Spitzen-VDP-Trollinger. Also um einen Rotwein, der vom aus Südtirol stammenden Vernatsch, dem tiroler Wein – dem tirolinger Wein – dem trollinger Wein, abstammt. Unser heutiger Wein wurde ohne Zugabe von Sulfiten vinifiziert – was vielleicht die weniger strahlende und eher matte Färbung erklärt; nichtsdestotrotz ist der Wein klar.

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Castel del Monte DOC Rosato

Grüß Gott,

wie lange man Wein aufheben kann oder soll, ist eine gar nicht so leicht zu beantwortende Frage. Sicher ist Ihnen bewusst, dass „älter“ nicht gleich „besser“ ist. Es stimmt sehr wohl, dass Weine mit der Zeit reifen, d. h., dass sie runder und weicher, tiefer und voller werden. Dem entgegen steht aber, dass Weine – wie alle Lebensmittel – wenn sie alt werden, zuerst an Qualität verlieren (können) und dann schlecht werden. Es gilt also gut abzuschätzen, welchen Wein man wie lange reifen lässt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Tannine, Gerbstoffe, Extrakte, Alkohol, Zucker u. Ä. im Wein sind, desto länger hält der Wein und desto länger hat er die Chance zum Positiven zu reifen. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Als Daumenregel könnte man sagen, dass ein Wein, der frisch und fruchtig sein soll, jung getrunken werden muss; ein Wein, der tief und schwer sein soll, sollte eher länger gelagert werden (und ist hoffentlich auch so lange lagerbar).

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Sexy Summer Rosé

Hallo,

es gibt ja verschiedene Kulturen bei den Weinbezeichnungen bzw. -herstellungs- oder -bezeichnungstraditionen. So ist es in Deutschland, Österreich und ein paar anderen Ländern üblich, auf einen Wein die genaue Rebsorte – da die Weine meist sortenrein sind – oder evtl. die Rebsortenkombination, wenn es sich um ein Cuvée handelt, zu schreiben. In anderen Ländern ist das durchaus unüblich, so z. B. in Italien oder Frankreich. Dort schreibt man eine Weinart, die dann festgelegt (in Gesetz und/oder Tradition) immer aus einer Rebsorte oder einem (bestimmten) Rebsortenmix besteht – so z. B. beim Champagner oder beim Montepulciano d’Abruzzo -, aufs Etikett. Eine Ausnahme – bei uns – bilden oft Rosé- und Rotlingweine. Bei diesen wird manchmal die Rebsorte mit angegeben (z. B. Spätburgunder Rosé). Oft liest man aber schlicht Rosé, Weißherbst oder Rotling (ohne dass beim Rotling z. B. „Rotling aus Domina und Müller-Thurgau“ angegeben ist). Und heute wollen wir uns einen Rosé anschauen, der einen recht reißerischen Namen ohne Rebsortenangabe hat: den sexy Summer Rosé.

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Meisterstück 2015 Domina & Spätburgunder Trocken Franken

Grüß Gott,

heute will ich Ihnen das erste Mal einen Wein im neuen Bocksbeutel vorstellen. Wie Sie ja vielleicht wissen, ist der Bocksbeutel (das geschützte) Markenzeichen des Frankenweins. Und nun hat man sich überlegt, diesen etwas moderner zu gestalten. Und was wurde da nicht alles diskutiert. „Braucht man nicht.“ „Schön modern!“ „Halten nichts aus.“ „Haben die alten auch nicht …“ „Ein Ziegenbock hat auch keinen eckigen Sack.“ und Ähnliches konnte man in der Presse zur Genüge lesen. Ich kann sagen, dass ich ihn eigentlich ganz schön finde. Ob man ihn gebraucht hat, weiß ich nicht. Wichtig ist mir nur, dass man noch auf den ersten Blick erkennt, dass es ein Bocksbeutel ist. Und das tut man. Modern ist er auch. So hat jede Zeit eben ihren Stil. Passt scho‘.

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