2020er Piesporter Goldtröpfchen Spätlese Riesling Josef Reuscher Erben MOSEL, Ab Hof Weine

Schönen Abend,

haben Sie sich schon einmal Gedanken über Trends und Modeerscheinungen gemacht? Zum Beispiel über Moden in der Weinbranche? Nein? Das ist auch nicht so schlimm, denn dort ist es wie in allen anderen Bereichen auch: Einzelne Hersteller produzieren etwas aus Überzeugung, einige Kunden kaufen es und machen es bekannter. Sobald jemand, der sehr populär ist, davon erfährt und das Produkt mag, wird es richtig bekannt und zum Trend, weswegen man diese Menschen eben auch Trendsetter nennt. Schließlich folgen immer mehr Menschen – Hersteller wie Käufer – dem Trend, bis es Mainstream wird. Und dann kommt ein neuer Trend und der alte ist plötzlich out. Solange die Hersteller und Käufer wissen, dass sie gerade einem Trend folgen, ist daran auch gar nichts Verwerfliches. Lachen muss ich nur, wenn Menschen echt überzeugt sind, dass ihnen – in unserem Falle – der Wein schmeckt, nur weil er gerade modern ist. Und in zwei Jahren schmecken ihnen solche Weine nicht mehr, dafür die des neuen Trends. Was aber machen dabei Menschen, denen eine Weinart wirklich schmeckt, die plötzlich out wird, oder Hersteller, die etwas aus Überzeugung produzieren, das schließlich nur noch wenig nachgefragt wird? Naja. Viele werden sich wohl der Mode unterwerfen. Aber nicht alle. Einige folgen ganz loyal ihrem Geschmack und nicht der Mode. Bis irgendwann – das ist ein weiteres Gesetz der Mode – das Revival kommt. Vielleicht fragen Sie sich, warum ich das erzähle? Weil wir heute einen Wein zusammen verkosten, wie er in den 70er und 80er Jahren super in war, in den 90ern und 2000ern vielleicht eher nicht mehr so in und gerade dabei ist, wieder in zu werden und zu einem Revival anzusetzen: Ein Mosel-Riesling, der nicht trocken ist. Freuen Sie sich mit mir auf diesen Traditionswein in seiner strahlend flaschengrünen Flasche!

Den Riesling habe ich bei einem Gewinnspiel auf der Instagram-Seite von Ab Hof Weine (@abhofweine) gewonnen, worüber ich mich sehr freue!

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Macht der Winzer oder die Natur den Wein? Virtuelle Weinprobe beim Weingut Galler aus Kirchheim – Teil 3

Ich wünsche Ihnen einen schönen Osterdienstag,

der früher, soweit ich weiß, sogar mal ein Feiertag war. Und wie könnte man besser feiern, als mit einem guten Wein? Dabei, so möchte ich anmerken, ist das Wörtchen „gut“ hier durchaus in zweierlei Sinnen zu verstehen, nämlich gut wie geschmacklich/sensorisch/qualitativ gut, aber auch gut wie gut für die Natur, die Schöpfung, die Umwelt. Seit dem Jahr 2015 produzieren Herr und Frau Galler Weine, die im zweitgenannten Sinne gut sind, ohne dabei auf das gut im ersten Sinne zu verzichten. Sie verwenden keine Zusatzstoffe und keine Reinzuchthefe. Das ist riskant – und die Winzer brauchen Geduld. Viel Geduld. Die 2020er Weine gären immer noch. Mit viel Zeit und kontrolliertem Nichtstun kann so die Natur den Wein machen und der Winzer greift nur ein, wenn es sein muss. Nachhaltigkeit wird im Weingut Galler ganzheitlich gedacht.

Die verkosteten (Schaum-)Weine sowie die Teilnahme an der Weinprobe wurden mir freundlicherweise kostenfrei vom Weingut Galler aus Kirchheim an der Weinstraße im Rahmen eines Produkttests zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!

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GOGER 2016er Sander Kronberg Eiswein Silvaner Franken

Frohe Weihnachten!

Zu Weihnachten wird in vielen Familien groß aufgetischt: mit mehreren Gängen, edlen Speisen und ebensolchen Weinen. Oft macht man sich dabei Gedanken, mit welchem Sekt oder Champagner man das Menü eröffnet und welche Weiß- und Rotweine man zu Vor- und Hauptspeise reicht. Wenn man dann jedoch am Ende des Menüs beim Dessert ankommt und ein Familienmitglied (oder in Nicht-Corona-Jahren ein anderer Gast) fragt, welchen Wein es zur Nachspeise gibt, kann es leicht passieren, dass man völlig überfordert ist, weil man sich darüber keine Gedanken gemacht hat. Natürlich kann man den Rotwein des Hauptgangs stehen lassen oder einen klassischen Südwein servieren. Doch um es angelehnt an Goethe zu sagen:

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.

(Geflügeltes Wort – angelehnt an Johann Wolfgang von Goethes „Erinnerung“)

Es gibt auch ausgezeichnete Dessertweine aus deutschen Landen, die zumeist Prädikatsweine sind. Diese ‚Qualitätsweine mit Prädikat‘ sind der Reihe nach nach Mostgewicht (d. h. nach Grad Oechsle) aufsteigend wie folgt sortiert: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese. Und dann gibt es noch einen sechsten Prädikatswein ‚außer Konkurrenz‘: den Eiswein. Dieser hat kein Mindestmostgewicht – er wird dafür nach einer speziellen Methode hergestellt: Die Trauben werden im Winter bei solchen Temperaturen gelesen, dass sie bei höchstens Minus sieben Grad Celsius (-7°C) gekeltert werden. Dann ist das meiste Wasser in den Trauben gefroren und nur ein bisschen Wasser, nämlich das, das sich an den Zucker gebunden hat, wird aus den Trauben gepresst. Das Ergebnis sind höchstkonzentrierte Weine (deren Mostgewichte oft weit, weit über denen anderer Prädikatsweine liegen). Aber das Ergebnis sind auch nur noch circa fünf bis zehn Prozent der Menge an Wein, die man normal erzielt hätte. Nicht mit dem Eiswein verwechseln darf man „künstliche Eisweine“, bei denen Trauben geerntet und dann gefroren werden, bevor sie gekeltert werden. Dieses Verfahren wird Kryoextraktion genannt und manchmal in Ländern eingesetzt, in denen es nicht kalt genug wird, um „echten Eiswein“ herzustellen. Die Kryoextraktion ist in Deutschland nicht erlaubt, um Eiswein herzustellen. Es wird auch diskutiert, ob „echte Eisweine“ nicht deswegen hochwertiger sind bzw. sein müssen, weil im Rebstock, wenn es gefriert, Vorgänge ablaufen, die die Qualität des Mostes beeinflussen. Wir wollen nun aber zurück zu „echten Eisweinen“ kommen.

Ich habe mich für das Weihnachtsfest 2020 für einen Eiswein aus Franken aus der Rebsorte Silvaner, der auf rotem Gipskeuper wuchs, als Dessertwein entschieden. Dieser wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. November 2016 (was für einen Eiswein relativ früh ist – 2016 aber auf Grund der extrem niedrigen Temperaturen geklappt hat) um 3:00 Uhr früh bei sage und schreibe minus neun Komma sechs Grad Celsius (-9,6°C) in einer Steillage gelesen. Das ist echt krass und verdient Bewunderung, wie ich finde. Der Eiswein wurde mir freundlicherweise vom Weingut & Hotel Goger aus Sand am Main kostenfrei zum Verkosten und zum Bloggen im Rahmen eines Produkttests zur Verfügung gestellt. Tausend Dank nach Sand am Main!

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Oberschwappacher Sommertal 2011er Blauer Silvaner

Liebe Leserinnen und liebe Leser von michaelmagwein,

wir wollen heute zusammen einen blauen Silvaner verkosten. Das „Blau“ in Blauer Silvaner mag den einen oder die andere von Ihnen vielleicht verwirren, da Silvaner doch bekanntlich ein Weißwein ist. Nun kann man wissen, dass sich auch aus blauen Weinbeeren Weißwein keltern lässt, was im Falle des Blauen Silvaners aber gar nicht von Bedeutung ist, da der Blaue Silvaner, anders als es sein Name vermuten lässt, keine blauen, sondern graue bzw. rötliche Beeren besitzt. Diese sind also deutlich dunkler als die des grünen Silvaners, welche erstaunlicherweise ;-) grün sind, und wurden somit in einer leichten Übertreibung „blau“ genannt. Wenn Sie mehr zum Thema Beeren- und Weinfarben erfahren wollen, können Sie dies in dem überaus lesenswerten Beitrag „grün, grün-gelb, gelb, rosa, grau/rötlich, rot, blau, schwarz“ nachlesen.

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Stefan Goger 2010er Cabernet Sauvignon Kabinett im Barrique gereift

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser von michaelmagwein.wordpress.com,

die Rebsorte Cabernet Sauvignon ist hierzulande relativ unbekannt. Seltsam eigentlich, da sie mit über 250 tausend Hektar weltweit auf einem Spitzenplatz – wenn nicht sogar auf Platz eins – liegt. Vielleicht liegt ihre Unbekanntheit auch daran, dass in Deutschland lediglich ca. 300 Hektar mit ihr bestockt sind. Ungefähr drei davon liegen in Franken, wo unser heutiger Wein herkommt. Genießen Sie also mit mir einen Cabernet Sauvignon vom Sander Kronberg, der mir freundlicherweise vom Weingut & Hotel Goger aus Sand am Main kostenfrei zum Verkosten und zum Bloggen zur Verfügung gestellt wurde. ❤️-lichen Dank nach Sand!

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GOGER Geschwisterliebe

Helau! 🥳🥳🥳

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser von „Michael mag Wein“, einen wunderbaren und lustigen Faschingsdienstagabend!

Vor schon etwas längerer Zeit habe ich Ihnen das Unboxing der Weine vom Weingut Goger aus Sand am Main präsentiert. Bis auf drei Weine habe ich alle schon verkostet und Ihnen vorgestellt. Unter diesen drei Weinen, die noch fehlen, sind jedoch die beiden, die meiner Meinung nach die herausragendsten sind. Es handelt sich um den Eiswein und um unseren heutigen Wein, der „Geschwisterliebe“ heißt. Es handelt sich um einen aus mehreren Gründen ganz besonderen Weißwein, der im modernen, neuen Bockbeutel abgefüllt ist. Die Spätlese wurde anlässlich der Wahl der fränkischen Weinkönigin 2019 kreiert – von einer der drei Kandidatinnen zur fränkischen Weinkönigin 2019, Elisabeth Goger, und ihrem Bruder Karl Maximilian Goger. Es handelt sich um einen Silvaner, der, trotzdem von vielen Weinexperten behauptet wird, dass diese Rebsorte und ein Holzfass nicht zueinander passten, zu 25-30 % im Barrique ausgebaut wurde – der Rest war im Edelstahltank. Aber damit nicht genug: Im Barrique lag der Silvaner auf der Hefe (quasi sur lie). Und, sofern ich es richtig verstanden habe, wurde der Prädikatswein ohne zugesetzten Schwefel vinifiziert, was bedeutet, dass er während der Gärung jeden Tag gerührt werden muss – viel zusätzliche Arbeit also. Seien Sie also mit mir gespannt, ob diese Mehrarbeit sich gelohnt hat! Der Wein mit dem außergewöhnlichen Namen „Geschwisterliebe“ wurde mir dankenswerter- und freundlicherweise vom Weingut & Hotel Goger aus Sand am Main kostenfrei zum Verkosten und Bloggen zur Verfügung gestellt.

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Stefan Goger 2015er Sander Kronberg Schwarzriesling halbtrocken Spätlese Franken

Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie vielleicht wissen, sind für Champagner nicht viele Rebsorten zugelassen. Unter anderem sind das die leider sehr unbekannten Sorten Arbane und Petit Meslier und die drei Standardchampagnerrebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Die zuletzt genannte Rebsorte, die auf Deutsch Müllerrebe oder Schwarzriesling heißt und nicht mit dem Riesling verwandt ist, eignet sich als Blanc des Noirs sehr gut für die Schaumweinherstellung. In Deutschland werden aus Schwarzriesling aber auch gerne Rotweine gekeltert, deren Farbe teilweise sehr hell ist und fast mit einem südfranzösischen Rosé verwechselt werden kann. Eine nicht ganz so helle, aber immer noch recht helle Rotweinspätlese, gekeltert aus Schwarzriesling vom Weingut Goger aus Sand am Main, wollen wir heute verkosten. Die Spätlese wurde mir freundlicher- und dankeswerterweise vom Weingut & Hotel Goger aus Sand am Main zum Verkosten und Bloggen zur Verfügung gestellt.

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TESCH „Sonne“ Riesling Beerenauslese 2018 Prädikatswein

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

für viele Weintrinker stellt sich die Frage: rot oder weiß? Dass das eine unzureichende Klassifizierung der Weinwelt ist, ist völlig klar. Es fehlen neben bekannten Weinarten wie Rosé oder Schaumwein auch unbekanntere wie Rotling, Dessert- oder Süßwein; ganz abgesehen davon, dass die Vielfalt unter Weißweinen und Rotweinen riesengroß ist, wenn man Herkunft, Rebsorte, Winzer, Herstellungsverfahren etc. berücksichtigt. Wir wollen uns heute dem süßen Dessertwein zuwenden, der zurzeit vielleicht ein bisschen aus der Mode gekommen ist. Vielleicht kann ich ja mit meiner heutigen Beschreibung einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Süß- und Dessertweine ihr wohlverdientes Revival erleben.

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Stefan Goger 2016er Sander Kronberg Riesling Kabinett trocken

Guten Abend liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn man im Ausland von deutschem Wein redet, denken fast alle an Weißwein und wahrscheinlich über 95% der Leute an Riesling. Dass die Weinvielfalt in Deutschland viel größer ist, brauche ich Ihnen nicht erklären. Und Sie wissen auch, dass in manchen Regionen nicht der Riesling die typische Rebsorte ist. So ist die Ahr berühmt für ihre Früh- und Spätburgunder, Württemberg für seine Lemberger und Trollinger und Franken natürlich für den Silvaner. Nichtsdestotrotz gibt es auch in Franken Riesling, wie zum Beispiel der heutige, im neuen Bocksbeutel abgefüllte 2016er Sander Kronberg Riesling Kabinett trocken vom Weingut Goger aus Sand am Main. Der Wein wurde mir freundlicherweise kostenfrei zum Verkosten und Bloggen vom Weingut Goger zur Verfügung gestellt, wofür ich mich hiermit herzlich bedanke.

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