REGENT 2015 OBERSCHWAPPACH

Frohe Weihnachten,

heute stelle ich Ihnen den Wein vor, den ich zur Weihnachtsgans getrunken habe: einen Regent aus Oberschwappach. Ich werde ab und zu gefragt, ob man lieber bekannte Namen/Weingüter/Rebsorten kaufen soll oder lieber auf kleine, unbekannte Winzer und Weine zurückgreifen soll. Die Antwort ist ganz klar: Es kommt darauf an. Wenn ich Gäste habe und ich deren Weingeschmack nicht 100%ig kenne, dann nehme ich einen bekannten Wein von einem bekannten Weingut. Da mache ich wenig falsch. Und ich gehe auch nicht das Risiko ein, dass der Wein nichts taugt … Allerdings zahlt man vielleicht auch das größere Marketing eines bekannteren Weingutes mit. Und die Wahrscheinlichkeit etwas Außergewöhnliches (im eigentlichen Wortsinn) zu finden, ist natürlich bei bekannten Marken klein, da diese ja möglichst jedem liegen sollen. Bei kleinen Weingütern, unbekannten Rebsorten zahlt man im Mittel weniger, allerdings ist das Risiko einen Fehlkauf zu machen natürlich auch größer. Aber ebenso die Chance einen wirklichen Glücksgriff zu machen und etwas Besonderes zu finden. Von dem Regent hier, der von einem kleinen Weinbauern kommt, war ich zum Beispiel sehr überrascht.

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Herrenberger Hof Riesling Pfalz 2015

Grüß Gott,

DIE Rebsorte Deutschlands ist unbestreitbar der Riesling. (Auch wenn es mein fränkisches Herz schon etwas schmerzt, dass es nicht der Silvaner ist.) Aber ganz ehrlich: Das Weinland Deutschland wird außerhalb des deutschen Sprachraums quasi mit dem Riesling gleichgesetzt. Vielleicht kennt man dort noch die Scheurebe – den frechen Cousin des Rieslings – den Weißburgunder (und hoffentlich den Silvaner). Nichtsdestotrotz ist und bleibt der Riesling das Aushängeschild des deutschen Weinbaus. Darum wollen wir heute einen Riesling verkosten und zwar einen vom Herrenbergerhof.

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Rotling Staffelbacher Spitzelberg

Grüß Gott,

das Weinbaugebiet Franken liegt ja bekanntermaßen größtenteils in Unterfranken und zum Teil in Mittelfranken und Tauberfranken. Aber ein kleiner Teil liegt auch in Oberfranken, der weltbekannten Bierregion. Nämlich in Bamberg, der Bierstadt schlechthin, in Unterhaid und auch im benachbarten Staffelbach.

Heute wollen wir einen Rotling, also einen Wein, der gemeinsam aus Rot- und Weißweintrauben gekeltert wurde, vom Staffelbacher Spitzelberg verkosten.

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Hagnauer Burgstall BACCHUS Bodensee Baden

Grüß Gott,

nachdem wir vor drei Tagen eine Domina, die ja, wie beschrieben, von Peter Morio gezüchtet wurde, verkostet haben, wollen wir uns heute einer anderen Rebsorte desselben Züchters widmen: dem Bacchus, der nach einem römischen Gott des Weins, des Rauschs und einigem mehr benannt ist. Das Besondere an diesem Wein ist vielmehr seine Herkunft, nicht die Rebsorte. Er kommt aus Deutschland – nicht so selten auf meinem Blog. Er kommt aus Baden – auch nicht sooo außergewöhnlich, da Baden mit über 15 tausend ha nach Rheinhessen und der Pfalz das drittgrößte der 13 deutschen Qualitätsweinbaugebiete ist. Aber: Der Wein kommt vom Bodensee. Am Bodensee gibt es viele verschiedene Weinbaugebiete, -bereiche u. Ä.:

  • Der Bereich Bodensee des Weinbaugebiets Baden
  • Der Bereich Württembergischer Bodensee des Weinbaugebiets Württemberg
  • Der Bereich Bayerischer Bodensee des Weinbaugebiets Württemberg
  • Die Region Rheintal (im Kanton St. Gallen) im Weinbaugebiet Ostschweiz
  • Die Region Untersee (im Thurgau) im Weinbaugebiet Ostschweiz
  • Die österreichische Weinbauregion Bergland in Vorarlberg, Österreich

Wie Sie sich denken können, kommt unser Bacchus aus dem Bereich Bodensee des Weinbaugebiets Baden.

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Domina 2015 FRANKEN

Halli hallo,

nachdem wir in der letzten Zeit so einige Weine aus mehr oder weniger weit entfernten Ländern probiert haben, wollen wir uns heute mal wieder einem Frankenwein widmen, und zwar einer Domina aus Oberschwappach. Domina ist eine relativ junge Rebsorte; sie wurde 1927 von Peter Morio aus Spätburgunder und blauem Portugieser am Geilweilerhof gezüchtet. Neben der Domina kennt man von Peter Morio auch noch den Bacchus, den Morio-Muskat und Optima. Man kennt die Domina praktisch nur in Deutschland, wo sie auf ca. 380 ha angebaut wird – davon liegen 331 ha in Franken 😉 Eine typisch fränkische Rote könnte man etwas verwegen behaupten.

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