Castel del Monte DOC Rosato

Grüß Gott,

wie lange man Wein aufheben kann oder soll, ist eine gar nicht so leicht zu beantwortende Frage. Sicher ist Ihnen bewusst, dass „älter“ nicht gleich „besser“ ist. Es stimmt sehr wohl, dass Weine mit der Zeit reifen, d. h., dass sie runder und weicher, tiefer und voller werden. Dem entgegen steht aber, dass Weine – wie alle Lebensmittel – wenn sie alt werden, zuerst an Qualität verlieren (können) und dann schlecht werden. Es gilt also gut abzuschätzen, welchen Wein man wie lange reifen lässt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Tannine, Gerbstoffe, Extrakte, Alkohol, Zucker u. Ä. im Wein sind, desto länger hält der Wein und desto länger hat er die Chance zum Positiven zu reifen. Aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Als Daumenregel könnte man sagen, dass ein Wein, der frisch und fruchtig sein soll, jung getrunken werden muss; ein Wein, der tief und schwer sein soll, sollte eher länger gelagert werden (und ist hoffentlich auch so lange lagerbar).

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Sexy Summer Rosé

Hallo,

es gibt ja verschiedene Kulturen bei den Weinbezeichnungen bzw. -herstellungs- oder -bezeichnungstraditionen. So ist es in Deutschland, Österreich und ein paar anderen Ländern üblich, auf einen Wein die genaue Rebsorte – da die Weine meist sortenrein sind – oder evtl. die Rebsortenkombination, wenn es sich um ein Cuvée handelt, zu schreiben. In anderen Ländern ist das durchaus unüblich, so z. B. in Italien oder Frankreich. Dort schreibt man eine Weinart, die dann festgelegt (in Gesetz und/oder Tradition) immer aus einer Rebsorte oder einem (bestimmten) Rebsortenmix besteht – so z. B. beim Champagner oder beim Montepulciano d’Abruzzo -, aufs Etikett. Eine Ausnahme – bei uns – bilden oft Rosé- und Rotlingweine. Bei diesen wird manchmal die Rebsorte mit angegeben (z. B. Spätburgunder Rosé). Oft liest man aber schlicht Rosé, Weißherbst oder Rotling (ohne dass beim Rotling z. B. „Rotling aus Domina und Müller-Thurgau“ angegeben ist). Und heute wollen wir uns einen Rosé anschauen, der einen recht reißerischen Namen ohne Rebsortenangabe hat: den sexy Summer Rosé.

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Rotkäppchen Alkoholfrei Rosé

Guten Abend liebe Leser,

es gibt ja einige Leute, die über alkoholfreies Bier oder über alkoholfreien Wein lästern. Zu Unrecht im Übrigen – mit etwas Suche findet man auch Gute.  Alkoholfreien Sekt gibt es jedoch nicht – aber etwas Ähnliches: schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein.

Seit 1856
Rotkäppchen
Genuss voller Leichtigkeit

ALKOHOLFREI ROSÉ

Schäumendes Getränk aus alkoholfreiem Wein
Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH, Freyburg (Unstrut)
0,75 L | hergestellt in Deutschland

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Vendanges 2010 Rosé des Riceys „En Barmont“ Olivier Horiot Les Riceys SH

Grüß Gott,

heute wollen wir einen gar königlichen Wein zusammen genießen: einen Rosé des Riceys. Aufmerksam bin ich auf diesen Wein durch den Blogbeitrag Der Schlummertrunk des Sonnenkönigs: Rosé des Riceys von Chez Matze geworden – da habe ich mir gedacht: Den muss ich auch verkosten! Es ist komisch, oder, man kennt ziemlich viele große Weiß- und Rotweine, aber große Rosés gibt’s nicht so viele. Heute stelle ich Ihnen einen vor.

Der Rosé des Ricey ist ein Roséwein aus der Gemeinde Les Riceys (bestehend aus: Riceys-Haut, Haut-Rive Riceys und Riceys-Bas). Sie ist die einzige Gemeinde der Champage, die drei verschiedene Bezeichnungen für ihre Weine verwenden darf: Champagner, Coteaux champenois und Rosé des Riceys. Obwohl sie die Gemeinde mit der meisten Rebfläche in der Champagne ist, ist der Rosé des Riceys alles andere als ein Massenwein: Es werden nur ca. 60.000 Flaschen Rosé des Riceys pro Jahr abgefüllt. Er wird heutzutage ausschließlich aus der Rebsorte Spätburgunder (Pinot Noir) gekeltert – früher wahr vielleicht auch mal Gamay und Savagnin Rosé (Rosa Traminer – aus der der berühmte Klevener de Heiligenstein und der Durbacher Clevener gekeltert werden) dabei… Der Wein wird entweder im Stahltank (weniger Lagerpotential) oder im Holzfaß (mehr Lagerpotential) ausgebaut. Der Wein soll ein besonderes Bukett haben, das man goût des Riceys nennt:

  • Schwarze Johannisbeeren
  • Reife Kirschen
  • Himbeeren
  • Granatapfel
  • Bergamotte
  • Vanille
  • Mandeln

Es ist anscheinend gar nicht so leicht, genau dieses Bukett hinzubekommen. Die Winzer müssen dazu genau den richtigen Moment abpassen, bevor sie den Wein von der Maische ziehen. Der Zeitpunkt dafür ist – wie man an der recht dunklen Farbe erkennt – später als den meisten anderen Rosés. Zumindest beim Holzfassausbau ist der Wein schon schön oxidiert.

Ob der Sonnenkönig den Rosé des Riceys wirklich schon getrunken hat, weiß man natürlich nicht. Aber es gibt zwei schöne Legenden, die es erzählen:

  • Als Arbeiter aus Riceys an den Fundamenten von Versailles arbeiteten, tranken sie der schweren Arbeit in den Baugruben wegen, ein Fässchen „ihres Weines“. Eines Tages kam ein feiner Herr vorbei, der König, was die Arbeiter aber nicht erkannten… Sie fragten ihn, ob er ein Gläschen haben wolle und er sagte ja. Der Wein schmeckte ihm so gut, dass er ihn an den Hof liefern ließ.
  • Ein Anwalt aus Riceys, Nicolas Viaot, der 1698 ein Duell gegen einen königlichen Musketier gewann und vom König – da der Musketier am Duell schuld war – begnadigt wurde, schenke dem König als Dank ein Fass des Weines.

 

Egal ob der Sonnenkönig den Wein jemals getrunken hat oder nicht: Auf jeden Fall nimmt einen dieser Wein mit auf eine Reise in die Zeit des Sonnenkönigs!

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