Wein verkosten – Teil IV – Schmecken

Südtiroler Rosenmuskateller

Grüß Gott und herzlich Willkommen zu Teil IV der Serie „Wein verkosten“!

Nachdem wir uns letztes Mal mit dem Riechen beschäftigt haben, werden wir uns heute dem Schmecken widmen. Hier muss man darauf hinweisen, dass unter Schmecken viel mehr verstanden wird, als das eigentliche Schmecken. Aber so ist das im normalen Leben ja auch, denn Tomatensuppe schmeckt auch nicht nach Tomaten. Sie schmeckt süß und säuerlich – und riecht nach Tomaten. Wir schmecken nämlich mit der Zunge und damit schmeckt man nur (je nach Literatur) 4 – 7 verschiedene Geschmacksrichtungen:

  • Süß
  • Sauer
  • Bitter
  • Salzig
  • Scharf
  • Umami
  • Fettig

Wenn wir etwas essen oder trinken, dringen aber unglaublich viele Aromen über unseren Rachen und verschiedene Nebenhöhlen von hinten an unsere Nase – und die riechen wir und sagen dazu „schmecken“. Dieses sogenannte retronasale Riechen wollen wir uns auch beim Wein zunutze machen!

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Pinot Noir 2014 Schaffhausen, Schweiz

Pinot Noir 2014 Schaffhausen Schweiz

Grüß Gott,

der heutige Wein ist mal wieder etwas besonderes, nicht etwa wegen der Rebsorte – Spätburgunder – sondern wegen des Anbaulandes: Der Wein kommt aus der Schweiz. Und zumindest ich trinke eher selten schweizer Wein …

Das kann natürlich daran liegen, dass in der Schweiz auf „nur“ knapp 15 Tsd. ha Reben angebaut werden. Im Vergleich dazu wird in Deutschland auf knapp 100 Tsd. ha Wein angebaut, in Frankreich auf ca. 800 Tsd. ha und in Spanien auf knapp 1,2 Mio ha. Und so mancher behauptet, dass die Schweizer all ihren Wein lieber selber trinken als ihn zu exportieren. Spätburgunder, der in der Schweiz auch Blauburgunder oder Pinot noir genannt wird, ist mit knapp 4,5 Tsd. ha die meist angebaute Rebsorte der Schweiz.

Mal schauen wie er schmeckt!

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Brunello di Montalcino

Brunello di Montalcino 2011

Grüß Gott,

heute stelle ich Ihnen einen bekannten toskanischen Wein vor: einen Brunello di Montalcino. Der Naturkorken, den ich aus der Flasche ziehe, riecht nicht nur nach Holz sondern auch nach (getrockneten) Pflaumen. Ich schenke mir ein und sehe in der Mitte meines Glases ein schönes Beerenrot, das am Rand ins Orange- oder Backsteinfarbene geht. Beim Schwenken des Glases sehe ich einen klaren Wein, der viele Schlieren mit ausgeprägten Bögen bildet.

BM
Brunello di Montalcino
Denominazione di Origine Controllata e Garantita DOCG
2011

20. Berliner Wein Trophy unter der Schirmherrschaft der OIV
Montalcino, Italien | Sangiovese | trocken
14 % vol | Prodotto in Italia | Enthält Sulfite | 0,75l e

gekauft bei ALDI Süd

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